Andere Länder, andere Sitten beim Bezahlen

Zahlungsmittel auf Reisen

Zahlungsmittel auf Reisen

31. August 2017

In Deutschland wird gerne bar bezahlt und wenn mit Karte, dann am häufigsten mit der Girocard. Eine Kreditkarte hat hierzulande bei weitem nicht jeder. In anderen Ländern, auch in Europa, kann das hingegen ganz anders aussehen. Insbesondere in der Urlaubszeit ist es daher wichtig, die Bezahlgepflogenheiten im jeweiligen Reiseland zu kennen.

Bevor Sie ins Ausland reisen, sollten Sie sich erkundigen, welche Zahlungsmittel an Ihrem Reiseziel gängig sind. Denn wenn Sie Geld abheben möchten und der Automat nichts ausspuckt, weil Ihre Girocard nicht akzeptiert wird, ist guter Rat teuer. Auch Barzahlung ist nicht überall so verbreitet, wie bei uns. In manchen Ländern kommen Sie ohne Kreditkarte nicht weit. Das fängt übrigens schon vor der Reise, etwa bei der Hotelbuchung oder Mietwagenreservierung an.

Experten empfehlen einen Mix aus Bargeld, Girocard und Kreditkarte. Je nach Reiseziel, ist es wichtig, sich vorher zu informieren und gegebenenfalls mit der eigenen Bank in Verbindung zu setzen.

Bargeld

Nehmen Sie nur eine kleine Summe mit auf die Reise, denn bei Verlust gibt es keinen Ersatz. Wenn Sie für Ihr Gastland eine andere Währung als Euro benötigen, denken Sie rechtzeitig daran, die entsprechenden Banknoten anzufordern. Denn Banken haben in der Regel keine Fremdwährung auf Lager. Generell ist es empfehlenswert, nur so viel Bargeld mit sich zu führen, wie Sie an den ersten ein bis zwei Tagen des Urlaubs benötigen. Heben Sie lieber vor Ort Geld ab.

Tipp: Informieren Sie sich vorab über die Gebühren, die beim Geld abheben am Automaten erhoben werden. Am günstigsten ist das Abheben mit der Girocard bei einem Partner Ihrer Heimatbank.

Girocard

Die Bankkarte für Ihr Girokonto, früher EC-Karte genannt, ist neben Bargeld ein viel genutztes Zahlungsmittel in Deutschland. Im Ausland sieht es damit unter Umständen schon etwas anders aus. Steht auf Ihrer Girocard „Maestro“ können Sie theoretisch damit weltweit Geld abheben und auch bezahlen. Sehen Sie das „V PAY“-Logo auf Ihrer Karte, beschränken sich die Zahlungsmöglichkeiten in der Regel auf Europa. In jedem Fall müssen Sie sich vor Ort, im Ladengeschäft, Restaurant oder Hotel vorher erkundigen, ob Ihre „Maestro“- beziehungsweise „V PAY“-Karte akzeptiert wird.

Kreditkarte

Bei Reisen in die USA und in andere nichteuropäische Länder werden Sie mit der Girocard wahrscheinlich nicht glücklich werden. Denn Sie können nicht sicher sein, dass Sie mit einer „Maestro“-Karte bezahlen können. Da „V-Pay“ bisher auf Europa beschränkt ist, scheidet dieses Zahlungsmittel bei Reisen nach Übersee zurzeit noch ganz aus.

Mit Kreditkarte bezahlen im Urlaub

In den Vereinigten Staaten ist Barzahlung beispielsweise sehr unüblich, auch kleine Beträge werden oft mit Karte beglichen. In skandinavischen Ländern ist bargeldloses Bezahlen ebenfalls sehr verbreitet. Um sicherzugehen, dass Sie unterwegs Ihre Rechnungen bezahlen können, sind Sie mit einer gängigen Kreditkarte auf der sicheren Seite. Zudem können Sie mit ihr am Automat Geld abheben. Aber Achtung: Die Gebühren am Automat sind meist höher als mit der Girocard. Erkundigen Sie sich vorher bei Ihrer Bank, welche Kooperationen es in Ihrem Reiseland gibt.

Schon im Vorfeld einer Reise – auch innerhalb Europas –  geht bei der Zimmerreservierung in vielen Hotels nichts mehr ohne Kreditkarte. Einen Mietwagen können Sie ebenfalls nur mit Kreditkarte bestellen. Es lohnt sich also, sich rechtzeitig über ein passendes Angebot zu informieren, falls Sie noch keine Kreditkarte besitzen.

Tipp

Denken Sie vor der Abreise daran, Ihrer Bank Bescheid zu geben, in welches Land Sie reisen. Um Missbrauch zu vermeiden, kann für den Kreditkartengebrauch vor allem in Ländern außerhalb Europas ein Limit eingestellt sein. Lassen Sie Ihre Karte daher für die Dauer Ihrer Reise von der Bank freischalten, sonst können Sie sie selbst auch nicht nutzen.

Und ganz wichtig: Wenn Sie die Kreditkarte bisher nur selten eingesetzt haben, prägen Sie sich unbedingt den Pin ein. Sonst gibt es kein Geld am Automaten!

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Sabine Birk

SABINE BIRK

Unternehmenskommunikation/ Social Media bei CreditPlus


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