Welttag des Artenschutzes – Für eine biodiverse Zukunft

Der 3. März ist der Welttag des Artenschutzes. Er macht auf das Artensterben aufmerksam und unterstützt international Bemühungen zum Schutz zehntausender bedrohter Arten. Wir werfen einen Blick auf diesen besonderen Tag und auf die Maßnahmen, die wir bei der Creditplus für den Artenschutz durchführen.

Am 3. März 1973 unterschrieben die 183 Nationen der UN-Vollversammlung das Washingtoner Artenschutzabkommen. Mit diesem Abkommen verpflichteten sich alle unterzeichnenden Länder, gegen den Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten vorzugehen. Im Jahr 2013, 40 Jahre nach der Unterzeichnung, erklärten die Vereinten Nationen den 3. März zum Tag des Artenschutzes. Unter der Federführung der Weltnaturschutzunion (IUCN) findet seitdem jedes Jahr dieser Welttag statt.

2022 steht der Welttag des Artenschutzes unter dem Motto „Recovering Key Species for Ecosystem Conservation“, zu Deutsch etwa: „Rettung essenzieller Arten zur Erhaltung von Ökosystemen“. Es geht also um bedrohte Tierarten, die für das Überleben von Ökosystemen unabdingbar sind.

Unser Ökosystem funktioniert nicht ohne Wildbienen und Bienen

Weltweit sind rund 38.000 Arten vom Aussterben bedroht und weitere 100.000 gefährdet. Dazu gehören auch Bienen und Wildbienen. Sie sind Schlüsselarten für das Überleben unseres Ökosystems – und damit auch für unsere Ernährung und Umwelt, so wie wir sie kennen. Viele Nahrungsmittel, vor allem Früchte, sind von der Bestäubung durch Bienen und andere Insekten abhängig. Ohne deren Hilfe bei der Befruchtung können die Pflanzen keine Früchte bilden und sich auch nicht vermehren.

Wie die meisten Insektenarten leiden auch die Bienen unter einer Vielzahl von menschengemachten Umwelteinflüssen. Seit Jahren wird von stark zurückgehenden Beständen berichtet. Durch Monokulturen in der Landwirtschaft verschwinden wichtige Lebensräume für die kleinen Flugtiere. Pestizide und andere Gifte setzen auch nützlichen Insekten zu und stören das Gleichgewicht der natürlichen Ökosysteme. Und der Klimawandel stört den Jahresrhythmus der Bienen: Pflanzen blühen zu anderen Jahreszeiten und die Wärme weckt die summenden Tierchen zu früh aus ihrem Winterschlaf. Oft müssen sie deshalb ohne Nektar in den Bau zurückkehren. Hinzu kommt der Befall mit Milben und Krankheiten, die die Honigbienen in den letzten Jahren zusätzlich belastet haben.

Buntere Wiesen für gesunde Bienenvölker

Was können wir tun, um es den Bienen etwas leichter zu machen? Honigbienen und Wildbienen brauchen vor allem gutes Futter, um gesunde Bestände bilden zu können. Zum Glück wird immer mehr Saatgut für Bienenweiden angeboten, auch in Gartencentern und Baumärkten.

Wichtig ist, den Bienen möglichst viele unterschiedliche heimische Pflanzen anzubieten. Denn wie beim Menschen gilt: Eine abwechslungsreiche Ernährung ist gesund! Vor allem für den Schutz von Wildbienen ist ein vielseitiges Angebot wichtig. Anders als die Honigbiene sind Wildbienenarten – von denen es allein in Deutschland rund 550 gibt – häufig auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Je mehr unterschiedliche Blumen, Kräuter, Bäume und Büsche man für sie pflanzt, umso mehr Arten hilft man.

Wildbienen stechen übrigens nur sehr selten und leben häufig allein oder nur in kleinen Völkern. Es gibt sie in vielen Größen und Formen: Von schlank bis rund, von 4 bis 28 Millimetern, von schwarz bis blau ist alles dabei. Und sie bestäuben fleißig auch unsere Nahrungspflanzen.

Mit den CreditplusBees und Pflanzaktionen gegen das Artensterben

Um unseren kleinen Beitrag gegen das Artensterben zu leisten, hat die Creditplus im Sommer 2021 mithilfe der Organisation nearBees eine Patenschaft für ein Bienenvolk übernommen. Imker Christoph Wallner kümmert sich liebevoll um unsere 15.000 beflügelten Mitarbeiterinnen, die gerade beginnen, bei gutem Wetter ihre Fühler in die Frühlingssonne zu strecken und kleine Reinigungs- und Erkundungsflüge durchzuführen.

An unserer Firmenzentrale beginnen nun auch schon die ersten Blumen aus der Bienenweide zu sprießen, die wir Ende Oktober 2021 in einer gemeinsamen Pflanzaktion angelegt haben. Dort wartet auch schon ein Wildbienenhotel darauf, von vielen kleinen Bestäubern bezogen zu werden. Der Bienenfrühling kann also kommen!


Titelbild: Dirk Jerusalem