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Was ist die Schufa?

SCHUFA-Zentrale in Wiesbaden-Schierstein, Copyright SCHUFA Holding AG

18. Juli 2019

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz SCHUFA, ist den meisten ein Begriff. Vermieter verlangen häufig eine SCHUFA-Auskunft, bevor sie einem Interessenten ihre Wohnung vermieten. Banken ziehen bei der Kreditbeantragung eine SCHUFA-Auskunft über den Antragsteller ein. Weshalb gibt es die SCHUFA überhaupt und welche Daten speichert sie?

Warum gibt es die SCHUFA?

Die SCHUFA wurde bereits 1927 gegründet. Die Grundidee des Unternehmens ist bis heute die gleiche: Firmen melden Zahlungserfahrungen mit ihren Kunden, negative wie positive, an die SCHUFA. Dadurch können auch andere Unternehmen diese Erfahrungen nutzen und entscheiden, ob sie beispielsweise einem Kunden einen Kredit oder Ratenkauf gewähren können. Ziel ist es, Zahlungsausfälle zu vermeiden. Aktuell sind etwa 9.500 Firmenkunden Vertragspartner und melden Informationen über ihre Kunden bzw. nutzen die SCHUFA-Daten. In den Datenbanken der SCHUFA befinden sich 943 Millionen Informationen zu 67,7 Millionen Privatpersonen und 6 Millionen Unternehmen.

Auch die Creditplus Bank holt bei Kreditanträgen eine SCHUFA-Auskunft über den Antragsteller ein, um sein bisheriges Zahlungsverhalten einschätzen zu können. Eine einwandfreie SCHUFA ist ein wichtiges Kriterium für die Genehmigung eines Kredits.

Welche Daten speichert die SCHUFA?

Die SCHUFA verarbeitet personenbezogene Daten wie Name, Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort, Anschrift und frühere Anschriften. Außerdem speichert sie Informationen zu Geschäften, die vertragsgemäß aufgenommen und durchgeführt wurden, beispielsweise Girokonten, Ratenkredite, Kreditkarten, Mobilfunkverträge mit Laufzeit und ähnliches.

Hat eine Person sich nicht vertragsgemäß verhalten, also zum Beispiel Kreditraten nicht bezahlt oder wurde mehrfach angemahnt, wird dies ebenfalls dokumentiert. Sind solche Einträge erledigt, bleiben sie noch drei Jahre stehen.

Außerdem speichert die SCHUFA auch Informationen aus öffentlichen Verzeichnissen und amtlichen Bekanntmachungen sowie Scorewerte.

Bei über 90 Prozent der Personen, zu denen Daten vorliegen, sind ausschließlich positive Informationen gespeichert. Das ist der Fall, wenn Geschäftsbeziehungen, wie Girokonten, Ratenkredite oder Mobilverträge unauffällig und vertragsgemäß verlaufen. Hat jemand einen laufenden Kredit und bezahlt pünktlich seine Raten, wird dies ebenfalls positiv gewertet.

Lediglich bei nicht vertragsgemäßem Verhalten oder gar Betrug kommt es zu negativen SCHUFA-Einträgen.

Welche Daten speichert die SCHUFA nicht?

Die SCHUFA hat keine Informationen zu Beruf, Vermögen oder Einkommen einer Person. Auch zu Nationalität, Familienstand oder Religion werden keine Daten gespeichert.

Kann ich einsehen, welche Daten die SCHUFA über mich gespeichert hat?

Einmal im Jahr können Verbraucher eine Übersicht mit den über sie gespeicherten Daten kostenlos anfordern. Für weitere Abfragen fallen Gebühren an. Es ist empfehlenswert, diese Übersicht  anzufordern und regelmäßig zu prüfen, ob alle Einträge korrekt sind.

Was haben Verbraucher von der SCHUFA?

Gäbe es Auskunfteien wie die SCHUFA nicht, müsste jeder Verbraucher bei einem Kreditantrag oder einem Kauf auf Rechnung seine Zahlungsfähigkeit selbst belegen. Dafür wären nicht nur viele Dokumente und Nachweise erforderlich, sondern auch die Prüfung würde um einiges länger dauern. So unterstützt die SCHUFA Verbraucher beispielsweise dabei, rascher einen Kredit oder einen Mobilfunkvertrag abzuschließen. 

Weitere Infos zur SCHUFA finden sie auf www.schufa.de.

Dieser Artikel erscheint im Rahmen unserer FReD -Initiative „Finanzielle Allgemeinbildung in Social Media“. FReD ist das konzernweite CSR Programm der Crédit Agricole Gruppe. Das ganze Jahr über werden wir jeden Monat einen Beitrag in unserem Blog und/oder unseren Social Media Kanälen zum Thema „Finanzielle Allgemeinbildung“ veröffentlichen.

Bild: SCHUFA-Zentrale in Wiesbaden-Schierstein, Copyright SCHUFA Holding AG

Sabine Birk

SABINE BIRK

Unternehmenskommunikation/Social Media


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