Verbraucherindex Herbst 2016

Konsumklima fällt leicht – Mehr Vorsicht bei großen Anschaffungen

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10. November 2016

Die von CreditPlus beauftragte repräsentative Studie Verbraucherindex unter 2.000 Bundesbürgern zeigt, dass Kaufkraft und Konsumneigung etwas zurückgegangen sind. Dennoch fällt die Eintrübung geringer aus, als im Herbst des Vorjahres.

Der CreditPlus Verbraucherindex verliert 1,1 Punkte und fällt auf einen Wert von 98,9 Punkten. Die im Herbst übliche Eintrübung des Konsumklimas ist damit geringer als im Vorjahr: 2015 sank der Index deutlich stärker, bis auf 97,5 Punkte. Entsprechend sehen die Deutschen weiter positiv in die Zukunft. Drei von vier Befragten rechnen in den kommenden Monaten mit einer positiven Entwicklung ihres Lebensstandards. Der Index untersucht jeweils im Frühjahr und Herbst das Konsumverhalten in Deutschland.

„Die Befragung zeigt, dass es den Deutschen in vieler Hinsicht besser geht als vor einem Jahr“, sagt Jan W. Wagner, Vorstandsvorsitzender der CreditPlus Bank. „Insbesondere junge Menschen sind zuversichtlich, dass diese Entwicklung weiter anhalten wird.“

Gegenüber der Frühjahrsbefragung ist das Anschaffungspotenzial zwar um einen Prozentpunkt zurückgegangen: Nur 66 Prozent der Haushalte verfügen über Rücklagen von mehr als 625 Euro für unerwartete Ausgaben. Dies sei jedoch eine normale Entwicklung, sagt Wagner: „Viele Anschaffungen werden in den Sommermonaten getätigt, danach müssen viele Haushalte erst einmal kürzer treten.“ Entscheidend sei der Vergleich zum Vorjahreswert: Vergangenes Jahr verfügten nur 63 Prozent noch über ein entsprechendes Ausgabepotenzial. Stabil bei elf Prozent bleibt der Anteil derer, die keinerlei Rücklagen haben. Mit einer Steigerung ihres Lebensstandards rechnen 74 Prozent nach 73 im Vorjahr.

Mehr Vorsicht bei großen Anschaffungen

Wie im Herbst des Vorjahres planen 55 Prozent der Befragten, bis Jahresende größere Summen für Möbel, Reisen, Elektrogeräte oder Fortbewegungsmittel auszugeben. Gegenüber der Frühjahrsbefragung ist das ein Rückgang von fünf Prozentpunkten. Dieser ist aber durch saisonale Einflüsse zu erklären. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt jedoch eine echte Eintrübung: Zwar ist der Anteil derer, die größere Anschaffungen planen, gleich geblieben. Im Herbst 2015 lag allerdings die Zahl der Haushalte, die gleich mehrere Großkäufe vorhatten, etwas höher. Zudem fallen die geplanten Anschaffungen etwas kleiner aus. Daraus erklärt sich der Rückgang des Branchenindex auf 87,4 Punkte nach 90,0 Punkten im Vorjahr.

Nachfrage nach Möbel und Elektronik stabil

Erwartungsgemäß fällt im Herbst die Nachfrage nach Reisen: Wie im Vorjahr liegt sie bei 21 Prozent und damit um sieben Prozentpunkte unter dem Wert der Frühjahrsbefragung. „Der Sommerurlaub ist für viele Deutsche der Haupturlaub im Jahr“, erläutert Wagner die Entwicklung. „Das dafür vorgesehene Geld wurde inzwischen ausgegeben.“ Auch Autos und Motorräder würden eher zu Beginn der Sommersaison gekauft als zum Winter. In diese Fortbewegungsmittel wollen nur noch elf beziehungsweise zwei Prozent der Haushalte in näherer Zeit investieren. Relativ stabil bleibt hingegen die Nachfrage nach saisonunabhängigen Waren: Möbel verzeichnen im Vergleich zum Frühjahr einen geringen Rückgang von 38 auf 34 Prozent, Elektrogeräte im Wert von mehr als 500 Euro fallen gegenüber dem Frühjahr um zwei Prozentpunkte auf 26 Prozent.

Hintergrund der Studie „CreditPlus Verbraucherindex Herbst 2016“:

Im September 2016 wurden 2.000 Personen ab 14 Jahren online durch das Marktforschungsinstitut Toluna befragt. Die Studie ist repräsentativ und bietet einen Einblick in das Verbraucherverhalten der Bevölkerung. Die Ergebnisse stellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Verbrauchergruppen heraus.

Die ausführliche Studie CreditPlus Verbraucherindex Herbst 2016 finden Sie im Newsroom auf creditplus.de zum Download.

Darüber hinaus können Sie in einer klickbaren Version die Ergebnisse im Zeitverlauf betrachten.

Sabine Birk

SABINE BIRK

Unternehmenskommunikation/ Social Media bei CreditPlus


1 Kommentare

Ein sehr interessanter Beitrag.
Es verwundert mich nicht, dass drei von vier Befragten, bei einer nahezu Vollbeschäftigung in Deutschland, positiv in die Zukunft schauen.
Letztendlich scheint mir der 1,1 prozentige Rückgang kein Grund zur Sorge zu sein, eher eine normale Entwicklung während eines Wirtschaftszykluses.
Deutschland geht es weiterhin sehr gut, ich sehe keinen Grund zur Besorgnis.

MARKO MAROJEVIC

10. November 2016

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