Jugendliche und Finanzen

Umgang mit Geld schon in der Schule lernen

Umgang mit Geld schon in der Schule lernen

15. November 2018

Ob Festgeldkonto, Kreditaufnahme oder Digitale Bankservices: Die meisten jungen Menschen kennen sich damit nicht aus und bescheinigen sich selbst ein schlechtes Wissen in Sachen Finanzen. Viele wünschen sich daher ein Schulfach zum Umgang mit Geld.

Nur acht Prozent der jungen Deutschen zwischen 16 und 25 Jahren halten ihr eigenes Finanzwissen für gut oder sehr gut. Das ergab eine repräsentative Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa von 2018 mit 1.000 Befragten. Jeder Vierte in dieser Altersgruppe stellt sich beim Wissen über Finanzen ein ganz schlechtes Zeugnis – mangelhaft bis ungenügend – aus. Keine Probleme haben die meisten beim Abschluss eines neuen Mobilfunkvertrages oder der Eröffnung eines Girokontos. Doch schon bei etwas komplexeren Themen, wie Kreditaufnahme und Altersvorsorge, steigt die Unsicherheit der Jugendlichen. Laut Forsa informieren sie sich bei Geldthemen als erstes bei ihren Eltern. Doch auch die glänzen nicht immer mit Wissen: In der Umfrage schätzen nur 13 Prozent der Eltern ihr Wissen über Finanzen als gut ein.

Früh übt sich

Geld ist ein zentraler Bestandteil in unserer Gesellschaft, weshalb der erste Umgang damit schon im Kindesalter gelehrt werden sollte. Durch ein altersgerechtes Taschengeld lernen Kinder, wie Geld, Wert und Sparen zusammenhängen. So können sie ein Gefühl dafür entwickeln, was es bedeutet, selbstständig zu haushalten: Was kann ich mir leisten und worauf muss ich noch sparen? Diese Basics lernen die meisten Jugendlichen in der Regel durch und mit ihren Eltern. Denn 90 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu: „Meine Eltern haben mir beigebracht, dass Sparen wichtig ist.“

Jugendliche sind lernwillig

Die große Mehrheit der von Forsa befragten 16- bis 25-Jährigen gibt an, mit dem eigenen monatlichen Einkommen zurechtzukommen. Trotzdem würden 90 Prozent ein Schulfach zum Umgang mit Geld befürworten. Denn wenn es um komplexere Finanzfragen geht, die ab dem jugendlichen Alter erstmals relevant werden, reicht das Fachwissen der Eltern häufig nicht aus. Für Themen wie Schulden, Zinssätze, Kredite oder Finanzierungen sollten Experten das nötige Wissen an den Schulen vermitteln, um Jugendliche und junge Erwachsene in diesen Bereichen fit zu machen.

Erwachsene auch nicht fitter

Die altersübergreifende, repräsentative Bevölkerungsbefragung Digitale Bankservices 2018 von Creditplus mit 1.000 Befragten bestätigt diesen Punkt: 85 Prozent der Deutschen würden ein Schulfach zum Umgang mit Geld begrüßen. Digitalisierung und fortschreitende Technik fordern gerade im Finanz- und Banksektor zusätzliches Wissen für alle. Neben Schuldenfallen und Kreditaufnahme sollten auch Themen wie digitale Bankservices, elektronisches Haushaltsbuch und Datensicherheit zum Unterrichtsstoff gehören.

Creditplus unterstützt finanzielle Allgemeinbildung an Schulen

Seit 2007 führt Creditplus regelmäßig Workshops an Stuttgarter Werkrealschulen durch. Die Neuntklässler lernen durch Geldtypentests und Haushaltspläne den richtigen Umgang mit Finanzen. Mitarbeiter von Creditplus vermitteln den Schülern Themen wie generelle Kosten, Zinsen und wie man den Überblick über seine Finanzen behält. Das Projekt wurde letztes Jahr durch Schulungen für Vorbereitungsklassen mit Geflüchteten erweitert.

Sabine Birk

SABINE BIRK

Unternehmenskommunikation/ Social Media bei Creditplus


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