Kreditaufnahme für medizinische Maßnahmen

Studie: Darlehen für Zahnersatz & Co. bei den Deutschen gefragt

09. Januar 2014

64 Prozent der Deutschen ziehen die Aufnahme eines Kredits in Betracht, um medizinische Leistungen zu finanzieren. Vor allem für Zahnersatz (49 Prozent), Prothesen (33 Prozent) und Hörgeräte (28 Prozent) würden die Bundesbürger auf fremde Finanzmittel zurückgreifen. Das zeigt unsere IPSOS-Studie „Verbraucherindex“. 

Patienten zahlen teure ärztliche Leistungen häufig ganz oder zum Teil aus eigener Tasche. Nicht alle aus ihrer Sicht notwendigen Behandlungen werden von den Krankenkassen getragen. Wenn sich aber schon eine einzelne Zahnarztrechnung auf mehrere hundert Euro beläuft, geraten viele Bürger an die Grenzen ihrer finanziellen Möglichkeiten...

Besonders hohe Kreditbereitschaft bei Jüngeren

Deshalb ist gerade bei jungen Verbrauchern und solchen mit eher kleinerem Einkommen die Bereitschaft, einen Kredit für medizinische Leistungen aufzunehmen, sehr hoch:

71 Prozent der 14- bis 21-Jährigen ziehen eine Finanzierung in Betracht, das sind sieben Prozentpunkte mehr als im Bundesdurchschnitt.  Bei Personen mit einem Haushaltsnettoeinkommen zwischen 1.500 und 2.499 Euro ist die Kreditaufnahmebereitschaft mit 75 Prozent ähnlich hoch.

Bei älteren Bürgern ab 55 Jahren liegt die Kreditbereitschaft nur bei 58 Prozent, ebenso wie bei Gutverdienern mit einem Nettoeinkommen von mehr als 3.500 Euro.

Geld fehlt auch für Augenlaser-OPs

Während jeder zweite Deutsche bereit wäre bereit, sich für Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder Implantate zu verschulden, würden nur 16 Prozent der Befragten ein Darlehen für eine Kur aufnehmen. Kreditfinanzierte Schönheits-OPs kommen nur für vier Prozent der Deutschen in Frage.


Hier finden Sie weitere Informationen aus dem Verbraucherindex.

 

Melanie Klagmann

MELANIE KLAGMANN


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