Spartipps rund um das Handy

Smartphones gut und günstig schützen

Smartphones gut und günstig schützen Tipps

01. März 2018

Wie bleibt das Smartphone länger leistungsfähig? Was tun bei kaputtem Display? Wann lohnt sich eine Handyversicherung? Wir beleuchten einige Fragen rund ums Smartphone.

Haben Sie sich auch schon mal versehentlich  die Spider-App „heruntergeladen“, als Ihnen das Smartphone auf einen harten Boden gefallen ist? Dann kennen Sie ja die vielen kleinen Risse, die sich wie ein Spinnennetz über das Display ziehen, wenn die Oberfläche zerspringt. Das ist ärgerlich, selbst wenn die einzelnen Apps durch die Sprünge noch erkennbar sind und das Gerät weiter benutzbar bleibt. Denn die Gefahr ist groß, dass der Bildschirm weiter zersplittert, außerdem können Feuchtigkeit oder Staub eindringen. Schlimmstenfalls lässt es sich irgendwann gar nicht mehr bedienen.

Heilung fürs Handy

Eine Reparatur des Touchscreens kostet für ein Samsung Galaxy 7 zwischen 150 und 200 Euro. Für knapp den doppelten Preis gibt es bereits ein fabrikneues Modell. Muss bei  einem iPhone 7 das Display instandgesetzt oder ausgetauscht werden, liegt der Preis hingegen darunter und geht schon bei 65 Euro los. Mit einem Neupreis von 480 bis 700 Euro lohnt es sich beim iPhone 7 dann schon eher, über eine Reparatur nachzudenken.

Aber es gibt auch andere Lösungen. Ein chinesischer Chemiker hat an der Universität von Kalifornien einen neuartigen Kunststoff entwickelt, der störende Risse wieder kitten soll. Bei Raumtemperatur sollen sich mit diesem gummiartigen Wundermittel Kratzer und Sprünge schließen lassen. Doch es ist noch Zukunftsmusik, bis der Kunststoff Marktreife erreicht hat. Bis dahin müssen Smartphone-Besitzer das Gerät wohl oder übel reparieren lassen oder sich ein neues kaufen.

Prophylaktischer Schutz

Clever ist es, vorausschauend zu handeln und das Smartphone vor möglichen Missgeschicken zu schützen. In der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ stellten zwei Erfinder beispielsweise eine Flüssigkeit namens ProtectPax vor, die künftigen Schäden vorbeugt. Die Nanobeschichtung mit Titanoxid soll die Festigkeit des Displays deutlich steigern, muss jedoch regelmäßig erneuert werden. Wer diesem Material nicht traut, findet im Fachhandel auch konventionelle Lösungen. Spezielle Schutzfolien, die auf den Bildschirm geklebt werden, verhindern ebenfalls Kratzer und Risse. Ganz ähnlich funktioniert spezielles Panzerglas, das auf dem Display angebracht wird. Der Nachteil: Sowohl bei der Schutzfolie als auch beim Panzerglas können sich unschöne Luftblasen bilden. Und beide decken die Randbereiche nicht vollständig ab. Bei einer Versiegelung mit Flüssigglas hingegen ist Passgenauigkeit kein Problem. Allerdings darf das Smartphone während der Aushärtung zwölf Stunden lang nicht benutzt werden. In einem Test der FAZ schnitt das Panzerglas bezüglich der Schutzfunktion übrigens am besten ab.

Fallstrick oder fair versichert?

Neben Stürzen oder Flüssigkeiten sind Smartphones auch anderen Risiken ausgesetzt. Bedienfehler, Kurzschluss oder Überspannung können zum Beispiel zu einem Totalschaden führen. Darüber hinaus sind die kleinen Alleskönner beliebtes Diebesgut. Versicherungen werben mit Standardpaketen, die bei solchen Fällen Entschädigung bieten. Wer sich weitere Extras wünscht, kann beispielsweise einen Schutz vor teuren Fremdtelefonaten dazubuchen – was den monatlichen Versicherungsbeitrag entsprechend erhöht. Vor Vertragsabschluss sollte allerdings geprüft werden, wie hoch die Selbstbeteiligung ausfällt und ob im Schadensfall ein Geldwert geleistet wird. Manchmal verpflichtet sich der Versicherer lediglich, ein Ersatzgerät bereitzustellen. Auf dem Vergleichsportal Verivox finden Sie eine Übersicht, welche Kosten für welche Leistungen zu erwarten sind. CHIP hat zudem elf Versicherungen unter die Lupe genommen und die Testergebnisse veröffentlicht.

Nach Expertenschätzungen laufen rund drei Millionen Smartphone-Verträge in Deutschland. Bereits beim Kauf eines neuen Modells werden Policen angeboten, obwohl in der Bundesrepublik eine gesetzliche Gewährleistungspflicht von zwei Jahren gilt. Eine Versicherung, die zehn bis zwanzig Prozent des Geräteneupreises entspricht, ist zudem ziemlich teuer im Vergleich zu einer Vollkasko-Versicherung beim Auto. Wurde das Smartphone leichtsinnig möglichen Risiken ausgesetzt, zahlt die Versicherung zumeist gar nicht. Es ist also die Frage, ob es sich lohnt, eine Versicherung für das Handy abzuschließen.

Sabine Birk

SABINE BIRK

Unternehmenskommunikation/ Social Media bei Creditplus


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