Online-Studie „Wohnen und Leben 2018“

Smart-Home-Technik ist den meisten noch zu teuer

Studie Wohnen und Leben 2018 Smarthome

17. Juli 2018

Viele Deutsche möchten im Smart Home leben, aber nur wenige haben ihr Heim mit entsprechender Technik ausgerüstet. Das zeigt unsere repräsentative Studie „Wohnen und Leben 2018“.

Großes Interesse, geringe Zahlungsbereitschaft

Das intelligente Heim, in dem die Technik dem Bewohner automatisiert allen erdenklichen Komfort verschafft: Seit Jahren gilt dies als riesiger, aber noch weitgehend unerschlossener Markt. Bislang finden smartphone- oder sprachgesteuerte Beleuchtung, Heizung, Jalousien, Alarmanlagen und Küchengeräte allerdings wenig Anklang. Neun Prozent der deutschen Haushalte haben zumindest automatisch gesteuertes Licht eingebaut. Schlaue Heizungen haben sechs Prozent, für alle anderen genannten Anwendungen haben nicht einmal fünf Prozent der Umfrageteilnehmer Geld ausgegeben.

Der Grund für die geringe Verbreitung ist nicht mangelndes Interesse: Bei fast allen abgefragten Anwendungen gibt zumindest etwa die Hälfte der Umfrageteilnehmer an, dass sie die intelligente Technik gerne verwenden möchte. Allerdings mangelt es in den Augen der Verbraucher noch an der Finanzierbarkeit. Die Geräte gelten also schlicht als zu teuer im Verhältnis zu dem Mehrwert, den sie bieten.

Smart-TVs gehören zum Standard

Anders sieht es bei der Unterhaltungselektronik aus. Smart-TVs finden sich in 39 Prozent aller Haushalte. Dazu kommen jene Geräte, die mit einer externen Set-Top-Box von Apple, Amazon, Sky oder einem anderen Anbieter ausgerüstet wurden. 2017 wurden mehr als fünf Millionen solcher Geräte, die beispielsweise Videostreaming ermöglichen, verkauft.

Sicherlich hilft bei der Akzeptanz auch, dass die Geräte so günstig geworden sind. Smarte Fernseher sind bereits ab etwa 200 Euro, Set-Top-Technik schon ab 40 Euro zu haben.

Smarte Lautsprecher mit mehr Potenzial als erwartet

Einen Schub hatte sich die Smart-Home-Branche von intelligenten Lautsprechern mit Spracherkennung wie Amazon Echo, Google Home oder Apples HomePod erwartet. Diese Geräte stehen allerdings ebenfalls erst in acht Prozent der deutschen Haushalte. Das weitere Interesse ist noch deutlich geringer als bei intelligenter Licht- oder Wärmesteuerung. 57 Prozent der Befragten sagen eindeutig, dass sie keinen Bedarf an einem solchen Gerät haben. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese strikte Ablehnung sogar um neun Prozentpunkte gestiegen.

Allerdings muss es bei dieser verhaltenen Akzeptanz nicht für immer bleiben. Denn die Creditplus-Umfrage zeigt, dass das Interesse auch eine Frage des Alters ist. So wünschen sich beispielsweise mehr als 20 Prozent aller Befragten unter 50 Jahren die kluge Lichtsteuerung und würden dafür sogar einen Kredit aufnehmen. In der Generation 50 plus sind es nicht einmal zehn Prozent. Bei anderen Innovationen für das Smart Home sieht es ähnlich aus. Es kann also durchaus sein, dass der Durchbruch für die Smart Home-Technik noch kommt. Nämlich dann, wenn ihre Fans in der Situation sind, ein Haus mit dieser Technologie auszustatten. Sinken die Preise für die Geräte dann noch deutlich, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für eine steigende Nachfrage ebenfalls.

Studie Wohnen und Leben 2018 Smart Home Infografik

Hintergrund der Studie

An der bevölkerungsrepräsentativen Online-Studie „Wohnen und Leben 2018“ der Creditplus Bank AG haben sich 1.000 Deutsche ab 18 Jahren beteiligt. Die Befragung wurde im März 2018 durch das Marktforschungsinstitut Toluna durchgeführt. Weitere Details zur Studie können Sie im Newsroom auf www.creditplus.de herunterladen.

Sabine Birk

SABINE BIRK

Unternehmenskommunikation/ Social Media bei Creditplus


1 Kommentare

Besonders wer sich sein zu Hause komplett einrichten will….da wird es sehr kostenintensiv.

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