Smalltalk mit Kathrin Thurau

Kathrin Thurau, Regionalbereichsleitung Nord, ist verantwortlich für 10 Creditplus-Filialen zwischen Frankfurt am Main und Rostock. Über ihren Job bei der Creditplus sagt sie: „Es gibt einen guten Grund, warum ich hier bin.“

Sie arbeiten seit März 2018 bei der Creditplus. Was hat Sie zu uns geführt?

Ich habe in einem Netzwerk gesehen, dass Belgin Rudack Vorstandsvorsitzende wurde. Ich habe mit ihr in einer anderen Bank bereits zusammengearbeitet und kannte sie daher schon. Die Creditplus war damit außerdem eine der sehr wenigen Banken mit einem weiblichen Vorstandsvorsitz. Deshalb habe ich mich bei der Creditplus gemeldet und mich für den offenen Posten als Regionalleiterin beworben.

Ich sage immer, ich bin ein bunter Bankenvogel. Ich habe schon viele Banken von innen gesehen und viel erlebt. Und es gibt einen guten Grund, warum ich jetzt hier bin: Der Hauptunterschied zu anderen Banken ist die ausgeprägte „Hands on“-Mentalität. Es geht hier nicht nur darum, einen Geschäftsplan oder den Wunsch der Vorgesetzten zu erfüllen – jeder und jede wird gesehen und gehört und kann sich selbst einbringen. Das macht Sinn und ist auch so gewollt.

Was begeistert Sie an Ihrem Job?

Ich habe mich für das Banking entschieden, weil man hier so eng für und mit Menschen arbeitet. Kund:innen zufriedenstellen, begeistern, Lösungen für sie finden – das macht das Bankgeschäft aus. Ich bin keine gute Rechnerin, aber ich kann gut mit Menschen. Im Krankenhaus wäre ich beim ersten Anblick von Blut umgekippt. Also wurde es eben das Banking, das mir seit fast 26 Jahren immer wieder Freude macht.

Als Regionalleiterin stehe ich jetzt natürlich eher im Hintergrund, wenn es um Kund:innenkontakt geht. Aber an Lösungen, die Kund:innen ins Zentrum unserer Arbeit zu stellen, arbeite ich immer noch. Ansonsten stehe ich ständig im Kontakt mit meinen Mitarbeitenden, bin für sie da und motiviere sie. Ein großer Teil meiner Arbeit ist Recruiting, auch hier hat man natürlich mit vielen Menschen zu tun. Vor allem im Moment, weil der Arbeitsmarkt sehr auf der Seite der Arbeitnehmer ist – und das, während wir uns vergrößern. Also führen wir viele Gespräche, denn wir sind auch wählerisch. Um zu uns zu passen, braucht man ein Herz für Kredite, viel Ehrgeiz und Teamfähigkeit. Das haben nicht alle.

Was ist Ihr wichtigstes Arbeitsmittel?

Das Telefon. Ich bin durchweg in Gesprächen. Ich kann nicht immer vor Ort sein, wenn es irgendwo brennt. Das Telefon hilft, nah dran zu sein – oder eben das Smartphone oder die Videotelefonie. Ansonsten habe ich ein sehr enges Verhältnis zu Flash, meinem Auto (lacht). Ja, es hat einen Namen. Flash heißt nicht so, weil es besonders schnell ist, eher im Gegenteil. Im Film „Zoomania“ gibt es ein Faultier namens Flash, daher der Name. Flash ist ein solides Arbeitstier und hat mir schon viele treue Dienste geleistet. Er fährt mich ungefähr 13- oder 14-mal im Monat quer durch Deutschland.

Wie rüstet man eine Bank für die Zukunft?

Wir fahren bei der Creditplus eine sehr erfolgreiche Omnikanal-Strategie. Viele Kund:innen informieren sich online, wollen aber vor Ort einen Kredit abschließen. Oder auch umgekehrt. Einfach und schnell, das sind die wichtigsten Eigenschaften eines modernen Bankangebots. Das haben wir verinnerlicht und deshalb tut sich hier gerade so viel.

Wir strukturieren um, aber nicht, um einzusparen, sondern um in die Zukunft zu investieren. Wir holen neue Technologien an Bord, zum Beispiel durch Kooperationen mit Startups Start&Pulse, und fördern unsere Top-Performer mit internen Wettbewerben Filialchampions – ohne mit dem Finger auf weniger starke Performer zu zeigen und unguten Druck aufzubauen. Deshalb haben wir einen Wachstums-Case – und wir sind die einzige Bank, die ich kenne, die das im Moment von sich sagen kann.

Wie finden Sie Ausgleich zum Daily Business?

Ich spiele seit über zehn Jahren Golf und bin hier in Köln in einer Damenmannschaft. Um auszuspannen, brauche ich Turniere. Golf ist ein Sport, der einen zwingt, positiv zu denken, sonst wird das nichts. Und dabei gibt es so tolle Erlebnisse! Ich bin insgesamt gerne draußen. Im Moment mache ich meinen Bootsführerschein auf dem Rhein. Da gibt es auch vieles zu erleben.