Gefahren im Internet

Cybermobbing, Identitätsdiebstahl, Kreditkartenmissbrauch – wie davor schützen?

Cybermobbing Identitätsdiebstahl Kreditkartenmissbrauch Tipps zum Schutz

15. März 2018

Wir alle sind täglich im Internet unterwegs und hinterlassen dabei Spuren im Netz. Beim Shoppen und für Buchungen geben wir persönliche Daten und Kreditkartennummern ein. Doch was, wenn diese Informationen in falsche Hände geraten und missbräuchlich genutzt werden? Die Folgen können Cybermobbing, Identitätsdiebstahl und finanzieller Schaden sein.

Was tun bei Cybermobbing?

Wird jemand im Netz beschimpft oder werden verunglimpfende Bilder von ihm veröffentlicht, muss er sich dies nicht gefallen lassen. Zunächst ist es wichtig, Beweise zu sammeln und Screenshots zu machen, sowie beleidigende Nachrichten zu speichern. Damit die Inhalte gelöscht werden, sollten sich Betroffene an den Netzbetreiber wenden. Gegebenenfalls ist es auch notwendig, diffamierende Posts mehrfach zu löschen oder löschen lassen. Allerdings gibt es keine 100-prozentige Sicherheit, dass Inhalte gänzlich verschwinden. Denn das Internet vergisst nichts.

Vorbeugen ist daher der beste Schutz gegen Cybermobbing. Insbesondere Kinder und Jugendliche sind oft leichtsinnig, wenn es darum geht, persönliche Daten weiterzugeben oder private Bilder zu veröffentlichen. Eltern sollten ihre Kinder sensibilisieren, damit sie sorgsam mit Informationen umgehen. Zudem ist es wichtig, ihnen zu vermitteln, dass sie sich jemandem anvertrauen können, wenn sie gemobbt werden oder peinliche Inhalte über sie in Umlauf gebracht werden. Bei schwerwiegenden Fällen sollten Betroffene zur Polizei gehen und Anzeige erstatten.

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Was tun bei Identitätsdiebstahl?

Flattern plötzlich Mahnungen ins Haus, die sich auf Waren beziehen, die Sie weder bestellt haben, noch bei Ihnen angekommen sind? Melden sich Inkasso-Unternehmen mit Forderungen, die Sie sich nicht erklären können? Dann könnte es sein, dass Sie Opfer eines Identitätsdiebstahls sind. Sie sollten jetzt auf keinen Fall den Kopf in den Sand stecken, sondern etwas unternehmen. Es ist wichtig, sich mit den Gläubigern in Verbindung zu setzen und deutlich zu machen, dass hier ein Betrüger am Werk ist. Leider ist es damit noch nicht getan, denn durch den Identitätsklau werden einem Betroffenen Zahlungsverzug und Schulden zugeordnet. Dadurch kann sich die Bonität massiv verschlechtern. Dies macht es praktisch unmöglich, einen Kredit zu erhalten oder einen Handyvertrag abzuschließen. Es kann zudem auch zu juristischen Folgen für die Opfer führen. In schlimmen Fällen ist es ohne anwaltliche Unterstützung fast unmöglich, sich aus dieser Situation wieder zu befreien.

Der beste Schutz im Vorfeld ist auch hier, sorgsam mit seinen Daten im Netz umzugehen und nicht zuviel von sich preiszugeben. Zusätzliche Gefahr geht von Phishing-Mails aus, die Adressaten auf gefälschte Seiten locken sollen, um sie dort zur Eingabe ihrer Daten zu verleiten. Wenn eine Mail verdächtig erscheint und der Absender unbekannt ist, sollte man nicht darauf antworten und keinesfalls Links anklicken. Hängt eine Datei an der Mail, sollte sie nicht geöffnet werden. Über solche Dateien kann sich ein Trojaner auf dem Computer oder Handy installieren, der Daten ausspähen soll. Machtlos ist man allerdings, wenn einem Unternehmen durch einen Hacker-Angriff Kundendaten gestohlen werden. Auch auf diese Weise können Unbefugte an persönliche Informationen gelangen und diese für kriminelle Machenschaften nutzen.

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Was tun bei Kreditkartenmissbrauch im Internet?

Mit ähnlichen Mitteln wie beim Identitätsdiebstahl versuchen Kriminelle häufig auch Kreditkarten-Daten auszuspähen. Insbesondere duch Phishing oder Schadsoftware auf Computern versuchen Betrüger Kartennummer und Prüfziffer abzugreifen. Auch gegen Kreditkartenbetrug im Internet gibt es keinen vollständigen Schutz. Es ist jedoch hilfreich, vorsichtig mit seinen Daten umzugehen. Zudem sollte jeder Nutzer seine Kreditkarten-Abrechnung sorgfältig prüfen. Erscheint eine Postion verdächtig, gilt es, umgehend die Bank zu informieren und die Sperrung der Karte beim Kreditkartenanbieter zu veranlassen. Bis zur Meldung des Verlusts ist der Eigenanteil des Kunden auf maximal 50 Euro begrenzt, danach ist er von der Haftung gänzlich befreit. Es sei denn, er hat grob fahrlässig gehandelt und beispielsweise die Geheimnummer zusammen mit der Kreditkarte aufbewahrt. Dann kann ein Kreditkartenbesitzer in vollem Umfang haftbar gemacht werden.

Wie kann man sich schützen?

Völlige Sicherheit im Netz ist eine Illusion, das zeigt auch die deutliche Zunahme der Internetkriminalität. Um gegen mögliche Gefahren vorzubeugen, sollten Sie möglichst sparsam mit Ihren Daten umgehen und so wenig persönliche Informationen wie möglich im Netz veröffentlichen. Zudem ist es sinnvoll, sich auf dem Laufenden halten, welche Tricks und Phishingmails gerade im Umlauf sind, sowie einen aktuellen Virenscanner auf dem Computer und Smartphone zu installieren.

Tritt der Schadensfall dennoch ein, ist es von Vorteil, wenn man zuvor eine Versicherung abgeschlossen hat. Diese kann in der Not eine wertvolle Unterstützung sein. Creditplus bietet beispielsweise einen Internetschutz an, der unter anderem bei Identitätsdiebstahl, Cybermobbing und  Kreditkartenmissbrauch im Internet absichert.

Sabine Birk

SABINE BIRK

Unternehmenskommunikation/ Social Media bei Creditplus


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