Tipps zum Fahrzeugkauf

So finden Sie den passenden Campingbus

Den passenden Campingbus finden

09. April 2019

Campingbus statt Billigflieger: Immer mehr Leute entdecken die Vorzüge des Fahrzeugs. Wie schon zu Zeiten der Hippie-Bewegung gilt der Bulli heute wieder als Symbol für Freiheit. Wer sich einen Camper anschaffen will, hat die Qual der Wahl. Wir geben Tipps für die Suche nach dem passenden Campingbus, zu den Finanzierungsmöglichkeiten und verraten ein paar schöne Touren zum Einstieg.

Urlaub im Campingbus beschränkt den Planungsaufwand vor der Reise auf ein Minimum. Ein grobes Ziel reicht und schon geht es los – ohne nerviges Vergleichen von Hotelbewertungen oder zeitaufwändiger Suche nach Ferienunterkünften. Wer einmal diese Erfahrung gemacht hat, kann sich oft keinen anderen Urlaub mehr vorstellen und plant deshalb die Anschaffung eines Campingbusses. Um bei der Suche angesichts des vielfältigen Angebots nicht den Überblick zu verlieren, sollten sich Käufer schon frühzeitig über ihre Ansprüche klar werden.

Auswahl zwischen drei Größen

Per Definition ist ein Campingbus ein Fahrzeug, in dessen Karosserie Extras integriert sind, die es beispielsweise ermöglichen, im Bus zu schlafen. Im Gegensatz zu einem Wohnmobil verfügt er aber nicht über einen eigenen auf das Chassis aufgesetzten Aufbau. Generell sind drei Kategorien von Campingbussen zu unterscheiden – Minicamper, klassischer Campingbus und Maxicamper. Während der Minicamper nur für zwei Personen geeignet ist, bieten klassische und große Campingbusse genug Platz für Familien mit bis zu vier Personen. Mit zunehmender Größe nimmt jdeoch die Tauglichkeit im Stadtverkehr ab. So bietet ein festes Hochdach zusätzlichen Stauraum, allerdings sind niedrige Parkhäuser dann tabu. Große Campingbusse sind für die Nutzung in der Stadt eher ungeeignet.

Voraussetzungen für den Kauf eines gebrauchten Campers

Wenn Sie keinen Wert auf ein neues Fahrzeug legen, können Sie eine Menge Geld sparen. Auf den einschlägigen Internetportalen finden Sie eine große Auswahl an gebrauchten Campern. Die wichtigste Voraussetzung für einen Kauf ist ein gepflegter Eindruck. Trotzdem sollten Sie das Fahrzeug auf Herz und Nieren prüfen. Entscheiden Sie sich für ein Modell, das mehr als zehn Jahre alt ist, sollten Sie in der Lage sein, Reparaturen selbst durchzuführen. Bei einem gepflegten Campingbus im Alter von bis zu vier Jahren und weniger als 100.000 Kilometer Laufleistung ist die Fahrzeugtechnik meist noch in gutem Zustand. Solche Busse kaufen Sie am besten bei einem Fachhändler, der Ihnen in der Regel ein Jahr Garantie gibt.

Banken und Händler helfen bei der Finanzierung

Haben Sie das richtige Modell gefunden, wird die Frage nach der passenden Finanzierung aktuell. Jedes zweite Freizeitfahrzeug wird laut der Wohnmobil-Zeitschrift Promobil heutzutage auf Raten gekauft. Mit den richtigen Konditionen ist das kaum teurer als ein Barkauf. Als Partner für die Finanzierung kommen sowohl eine Bank als auch ein Händler infrage. Um die Finanzierungsmöglichkeiten miteinander zu vergleichen, lohnt sich ein Blick auf den effektiven Jahreszins. Er zeigt an, wie hoch prozentual die Kosten eines Darlehens pro Jahr sind. Um die Kreditsumme und damit die Zinsen zu verringern, ist eine Anzahlung ratsam. Bei der Finanzierung kalkulieren immer mehr Menschen auch mit Mieteinnahmen, die sie mit ihrem Camper über Sharing-Plattformen im Internet erzielen. Auf diese Weise lassen sich Standzeiten verkürzen und die Unterhaltskosten verringern.

Mit dem Campingbus durch Deutschland

Vor dem Kauf ist es sinnvoll, den Wunschcamper für einen Urlaub zu mieten. Zum einen kommen dafür gewerbliche Anbieter infrage, die auch komplette Reisepakete inklusive An- und Abreise per Flug sowie Stellplätzen verkaufen. Zum anderen bieten Sharing-Portale Campingbusse von Privatpersonen an. Im Praxistest wird schnell klar, ob das Modell den eigenen Ansprüchen gerecht wird. Für die Probefahrt ist kaum ein Land als Reiseziel besser geeignet als Deutschland, denn es mangelt weder an Routen noch an Campingplätzen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Tour entlang der Badischen Weinstraße von Hemsbach über Heidelberg und Freiburg bis nach Lörrach? Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie Burgen und Schlösser warten dort auf die Touristen. Darüber hinaus laden die Winzer der Region zu einer gemütlichen Weinprobe ein. Etwas weiter nördlich liegt die Deutsche Märchenstraße, die von Frankfurt am Main bis nach Bremerhaven führt. Unterwegs lernen die Reisenden Märchenschauplätze wie Hameln – die Stadt des Rattenfängers – oder Bremen – das Ziel der Stadtmusikanten – kennen.

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Sabine Birk

SABINE BIRK

Unternehmenskommunikation/Social Media


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