Klimaschutz im Homeoffice-Trott

Durch das Homeoffice wird nicht nur die Pandemie eingedämmt, sondern auch der Klimawandel! Wie das funktioniert?

Der Klimawandel, die größte Herausforderung der Menschheit

Seit der Industrialisierung im 19. Jhd. nutzen wir mehr Maschinen, die Kohle und Erdöl verbrennen. Aber die Billionen Tonnen zusätzliches CO2 “überlasten” den natürlichen CO2-Kreislauf, ohne den wir auf der Erde nicht leben könnten, da die Temperatur bei -18 Grad läge, so das Umweltbundesamt. Schon längst fürchten wir allerdings nicht mehr Kälte, sondern Hitze!

Was passiert mit dem Klima?

Schwankungen im Klima gab es schon immer über lange Zeiträume; die heutige Entwicklung geht rasant. Und: Heutiges CO2 ist nachweisbar fossilen Ursprungs, stammt also von der Verbrennung von Kohle und Öl. Das macht die Erde zum Treibhaus. Wenn die Industrie- und Schwellenländer dies nicht drastisch senken, könnte die Durchschnittstemperatur dieses Jahrhundert um 4 Grad steigen. Trotzdem werden der Klimawandel und die Ursachen diskutiert. Denn auch Vulkanismus (war in den letzten 150 Jahren nicht ausgeprägter als zuvor) wie Sonnenaktivität (Satellitenmessungen zeigen, dass die Schwankungen der Zyklen viel zu gering waren) können Erwärmung und Schwankungen bedingen.

Fakt ist: Seit Ende der 90er Jahre häufen sich die Hitzerekorde: der heißeste Sommer, der wärmste Winter, die geringste Ausdehnung des sommerlichen Polareises, die Abschmelzung der Pole!

Die Folgen zeigen sich überall

Interessant: Der ND-GC Index der Universität Notre Dame (USA) gibt an, wie gefährdet eine Region ist. Deutschland gehört zu den am geringsten gefährdeten. Das Treibhausgas verteilt sich aber überall in der Atmosphäre! Deshalb wurde 2015 bei der internationalen Klimakonferenz in Paris von über 150 Staaten ein Abkommen unterschrieben, das zu Gegenmaßnahmen verpflichtet. Insgesamt soll die Erwärmung < 2 Grad gehalten werden. 2019 beschloss die deutsche Regierung das Schutzprogramm 2030, mit einer CO2-Steuer seit 2021. 2020 wurde als EU-Klimaziel für 2030 ein 55 Prozent geringerer CO2-Ausstoß festgelegt als 1990, dennoch steigt der Ausstoß weltweit.

Der CO2-Kipp-Punkt

Seit den 1950er Jahren wird regelmäßig die CO2-Menge in der Atmosphäre gemessen. Genauer: Seit 1958 messen Forscher den Gehalt am Vulkan Mauna Loa auf Hawaii und konstatieren einen Anstieg. Mittlerweile gibt es weltweit Messstationen. Verglichen mit anderen Daten zeigt sich, dass die Konzentration heute so hoch ist wie zuletzt vor 800.000 Jahren. Und: Bei den 1ten Messungen auf Hawaii lag die CO2-Konzentration unter 320 ppm im Jahresdurchschnitt; 2020 bei rund 415 ppm. Ab einem Wert von 450 ppm sagen Forscher einen Kipp-Punkt voraus, die Klima-Katastrophe ist dann unumkehrbar. Forscher gehen nämlich davon aus, dass sich CO2 bis zu 1.000 Jahre in der Atmosphäre hält. Zudem kommt ja immer mehr dazu.

China hat beim CO2-Ausstoß inzwischen die USA überholt. Bei den Pro-Kopf-Emissionen liegen die USA aber vor China. Im Jahr 2017 kamen auf jeden US-Bürger 15 Tonnen CO2, auf jeden Einwohner Chinas 7. Der Pro-Kopf-Ausstoß in Deutschland betrug 9 Tonnen. 2020 sind es 10 Tonnen; Deutschland gehört damit zu den Top 6 Ländern mit den höchsten CO2-Emissionen. Das traurige: Allein der jährliche CO2-Ausstoß in den am schnellsten wachsenden Industrienationen China und Indien lässt die Einsparungen in anderen Ländern verblassen. Aber: Die EU und China streben Klimaneutralität bis 2050 an!

(Wie) Lässt sich Emission vermeiden?

Klimaschutz ist etwas öffentliches. Der Treibhauseffekt entsteht durch hohe Mengen an CO2 (z.B. Reisen mit Flugzeug, Auto, Bus und Bahn, Pakete, Strom und Müll) und andere Treibhausgase der Industrialisierung (z.B. Massentierhaltung und Landwirtschaft produzieren Methan). Bewegungen wie Fridays for Future entstanden, Greta Thunberg erhielt 2019 einen Nobelpreis.

Und jeder kann etwas tun, auch “kleine” Dinge:

  • Auto stehen lassen (zu Fuß, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln los)
  • weniger Produkte wegwerfen (besonders Plastikverpackung, lieber Tupperware)
  • Strom sparen (Licht aus, Stand by bei Geräten)
  • weniger Fleisch essen (es gibt viele Alternativen)
  • Wasser sparen (duschen statt baden), usw.

Allein die zurückgelegten Wege und Pendlerstrecken, die durch Homeoffice entfallen, verlangsamen dem Klimawandel. Aber auch die Tatsache, dass mehr Geschirr mehrmals statt ein Mal verwendet wird und kleine Räume individuell statt großer Gebäude generell beleuchtet und beheizt werden, wirkt sich positiv auf das Kima und die Umwelt aus.

Was wir als Creditplus Bank leisten

Im Jahr 2017 haben wir eine Umstellung auf Ökostrom durchgeführt. Im Jahr haben wir dadurch ca. 630 Tonnen CO2 reduziert – das macht seit 2017 insgesamt 2.516 Tonnen CO2 weniger. Hinzu kommen unsere vielen weiteren Maßnahmen zur Umweltfreundlichkeit, wie zum Beispiel LED Leuchten in allen Filialen, klimaneutraler Versand von Mailings und die Erparnis von Papier durch unsere digitalen Prozesse.

Wir alle leben nicht nur täglich mit dem Klima – wir sind auch dafür verantwortlich! Und unser ökologischer Fußabdruck, so groß oder klein er sein mag, prägt den Klimawandel mit. Der Homeoffice-Trott lässt die Umwelt aufatmen und schon allein das sollte uns ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.


Quellen: greenpeace, The Guardian, Umweltbundesamt, Bundeszentrale für politische Bildung, NOAA Earth System Research Laboratories, Universität Notre Dame, Fridays for Future, Die Bundesregierung, Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie