Finanztipps für den Jahresbeginn

Auf den Jahresbeginn fallen zwei Traditionen: die guten Vorsätze und hohe Ausgaben. Warum nicht einfach beides zum Besseren verbinden? Der Jahresanfang ist ein guter Zeitpunkt, sich die eigenen Finanzen einmal gründlich anzuschauen. Müssen wirklich alle Verträge weiterlaufen? Wo gibt es Sparpotenzial, damit am Ende des Jahres mehr übrigbleibt? Mit diesen vier Tipps können Sie in ein besseres Finanzjahr starten!

Tipp 1: Inventur I – Brauche ich wirklich alle Verträge?

Bevor Sie handeln, können Sie den Jahresanfang nutzen, um all Ihre Verträge durchzuschauen. Laufen noch Verträge, die Sie eigentlich nicht mehr nutzen? Ein Blick auf Ihre Kontoauszüge kann hier schnell einen Überblick schaffen: Gehen Kosten vom Konto ab, die Sie auch einsparen könnten?

Vor allem Abonnements sammeln sich gerne an. Aus Sonderangeboten bei Streamingdiensten werden gerne unbemerkt lange Abonnements, obwohl man den Dienst gar nicht mehr nutzt. Auch Zeitschriften, die man vor langer Zeit gerne gelesen hat, haben sich vielleicht irgendwann ausgelesen – oder es fehlt schlicht die Zeit, sie zu ausreichend zu nutzen.

Prüfen Sie auch Ihre Versicherungen und Konten: Versichern Sie noch etwas, das Sie vielleicht gar nicht mehr besitzen oder nutzen? Können Sie Konten zusammenlegen und so Gebühren sparen?

Tipp 2: Zahlungsraten anpassen – Jahresraten sind günstiger

Viele Versicherungen können jährlich, vierteljährlich oder monatlich gezahlt werden. Oft werden Monatsraten gewählt, um nicht von den großen Jahresraten überrascht zu werden. Auf lange Sicht lohnen sie sich jedoch: In der Regel verlangen Versicherungen einen Aufschlag auf Monatsraten, um den größeren Verbuchungsaufwand auszugleichen. Jahresraten sind unterm Strich günstiger.

Damit Sie von Jahresraten nicht überrascht werden, können Sie die Rate auch durch zwölf teilen und monatlich auf ein eigenes Konto überweisen. Die Jahresraten können Sie dann von diesem Konto bezahlen. Wenn Sie das mit allen Versicherungen und ähnlichen Ratenzahlungen so handhaben, können Sie übers Jahr verteilt unter Umständen Hunderte Euro sparen.

Tipp 3: Inventur II – Kann ich alles etwas günstiger haben?

Zur Inventur gehört auch, alle Verträge einmal mit anderen Angeboten zu vergleichen. Viele Kosten richten sich entweder nach Zinsen, die im Moment sehr niedrig sind, oder werden tendenziell günstiger, wie zum Beispiel Mobilfunkverträge. Ein Vergleich kann sich also lohnen. Achten Sie vor allem auf Mobilfunk und Internet, Strom- und Gasanbieter, Banken und Versicherungen.

Tipp 4: Kredite und Dispokredite umschulden – Geld sparen mit günstigeren Raten

Auch Kredite lassen sich oft günstiger gestalten. Wenn das Jahresende etwas teurer ausgefallen ist als geplant, wenn Sonderausgaben aufkommen oder wenn Jahresbeiträge doch überraschen – nicht selten landet man schließlich im Dispokredit. Ein Dispokredit hat vor allem den Vorteil, dass er meistens automatisch gewährt wird. Sie sind dadurch auch zahlungsfähig, wenn Sie unbemerkt größere Ausgaben haben. Günstig ist das leider nicht: Dispokredite verlangen oft bis zu 16 % Zinsen.

Mit kleinen Krediten, die auch sehr kurzfristig abgeschlossen werden können, fahren Sie meistens günstiger. Auch wenn das Konto etwas mehr überzogen ist – eine Umschuldung kann sich lohnen.

Das gilt übrigens auch für größere Kredite. Wenn Sie einen Kredit vor zehn Jahren abgeschlossen haben, liegen Zinsen häufig doppelt so hoch als heute. Eine Umschuldung kann Sie langfristig finanziell entlasten.