So verhindern Sie Krach ums Geld

Finanzen in der Ehe

Finanzen in der Ehe

13. Juni 2019

In einer Ehe sind die gemeinsamen Finanzen oft ein Dauerthema, das nicht selten in Unstimmigkeiten mündet. Beim Streit ums Geld ziehen mitunter die Gefühle füreinander den Kürzeren. Lesen Sie hier unsere fünf Tipps, wie sich solche Probleme von vorneherein vermeiden lassen.

Tipp 1: Über Geld sprechen

Über Geld spricht man nicht. Viele Menschen hierzulande halten sich an diese Redewendung. Doch gerade beim Thema Finanzen gibt es in der Ehe einige Punkte zu besprechen. Das fängt schon mit der Frage nach dem Gehalt des Partners an. Es ist Gift für die Beziehung, wenn dieses Thema tabu ist. Sprechen Sie Ihre Geldangelegenheiten offen an, auch wenn das mal zu hitzigen Diskussionen führen kann. Nehmen Sie sich die nötige Zeit, um alle finanziellen Fragen zu klären, die Ihre Ehe belasten könnten. Damit beugen Sie möglichen Auseinandersetzungen vor.

Tipp 2: Gemeinsames Konto nutzen

Spätestens wenn ein Paar zusammenzieht, stellt sich häufig die Frage nach der gemeinsamen Kontoführung. Gibt es ein Konto für alles? Behält jeder sein eigenes? Oder beides? Letzteres, also die Variante aus zwei eigenen und einem gemeinsamen Konto, hat sich bewährt. So behält jeder Ehepartner eine gewisse finanzielle Autonomie, während die gemeinsamen Ausgaben von einem separaten Konto abgebucht werden. Auf dieses zahlen beide Partner monatlich ein. Ob dabei beide gleich viel zahlen oder die Beträge an das jeweilige Einkommen geknüpft werden, klärt jedes Paar am besten für sich.

Tipp 3: Haushaltsbuch führen

Anhand eines gemeinsamen Kontos ist es sehr einfach, ein Haushaltsbuch zu führen. Darin werden alle Ausgaben, die im gemeinsamen Haushalt anfallen, eingetragen und Kategorien zugeordnet. So ist schwarz auf weiß erkennbar, für welche Dinge Sie besonders viel Geld ausgegeben haben. Wenn in den letzten Monaten beispielsweise auf Wunsch des Ehemannes viel Geld in das gemeinsame Auto investiert wurde, ist als nächstes eine Ausgabe an der Reihe, die der Ehefrau schon lange auf den Nägeln brennt. Sie können das Haushaltsbuch handschriftlich, als Excel-Tabelle oder mit einer App führen. Letztere hat den Vorteil, dass diese Anwendungen auf dem Smartphone immer zur Hand und einfach zu bedienen sind. Ein Haushaltsbuch – in welcher Form auch immer – ergibt jedoch nur dann Sinn, wenn Sie auch wirklich alle Ausgaben eintragen und kategorisieren.

Tipp 4: Verpflichtungen bei Krediten klären

In vielen Ehen kündigt sich früher oder später Nachwuchs an. Damit verbunden ist häufig auch der Umzug in eine größere Wohnung oder sogar ein eigenes Haus. Wenn die finanziellen Mittel nicht ausreichen, nehmen die Ehepartner dafür oft einen gemeinsamen Kredit auf. Dabei profitieren Sie meist von besseren Konditionen, weil zwei Personen mehr Zahlungssicherheit bieten können als eine allein. Selbstverständlich können Sie auch unabhängig voneinander Kredite aufnehmen. In der Regel hat der Partner in diesem Fall keinerlei Verpflichtungen, es sei denn, Sie investieren das Geld in den gemeinsamen Lebensunterhalt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie von dem Geld gemeinsame Möbel kaufen oder damit die Stromrechnung bezahlen. In diesen Sonderfällen muss im Zweifel auch der Partner für den Kredit aufkommen, obwohl er ihn gar nicht aufgenommen hat. Übrigens: Die vorehelichen Darlehen Ihres Partners heiraten Sie nicht automatisch mit.

Tipp 5: Investitionen gemeinsam entscheiden

Wenn Sie nach einigen Ehejahren gemeinsames Kapital angesammelt haben, stellt sich gegebenenfalls die Frage, wie Sie das Geld gewinnbringend anlegen können. In der Regel sind Männer hier risikobereiter als ihre Ehefrauen, die bei Finanzgeschäften häufig mehr Wert auf Sicherheit legen. Wie auch immer die Rollen verteilt sind: Wichtig ist, dass Sie die Entscheidung und die damit einhergehende Verantwortung gemeinsam tragen. Finanzielle Alleingänge sind in einer Ehe nicht empfehlenswert und können die Beziehung auf eine harte Probe stellen.

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Sabine Birk

SABINE BIRK

Unternehmenskommunikation/Social Media


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