Mobil in der Stadt ohne Auto

Fahrrad und Roller liegen voll im Trend

Fahrrad und Roller liegen voll im Trend

19. September 2019

Verstopfte Straßen, Parkplatzmangel, Klimaschutzdebatte: Alternativen zum Auto werden insbesondere in Städten immer wichtiger. Wenn diese dann auch noch gut für das Klima sind, umso besser.

Eine wichtige Alternative zum Auto ist für viele das Fahrrad, insbesondere elektrobetriebene Räder werden immer beliebter. Damit können Sie Sperrungen, Baustellen und Staus umfahren und sind dadurch in vielen Großstädten schneller als der motorisierte Verkehr. Mit Satteltaschen oder Fahrradkörben ausgestattet, können Sie kleinere Besorgungen schnell erledigen, ein Lastenrad transportiert sogar den Wocheneinkauf.

E-Bike oder Pedelec – was ist der Unterschied?

Bei Elektrorädern ist häufig von E-Bikes die Rede, auch wenn Pedelecs gemeint sind. Der Begriff E-Bike hat sich stärker etabliert, obwohl Pedelecs über 90 Prozent des Marktes ausmachen. Der Unterschied besteht in der Art des Antriebs. Pedelec steht für „Pedal Electric Cycle“ und bedeutet, dass der Elektromotor den Fahrer nur dann unterstützt, wenn dieser auch in die Pedale tritt. Und das bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde. Bei E-Bikes ist dieser Pedaltritt nicht notwendig, der Motor kann per Knopfdruck eingeschaltet werden. Bereits ab einer Geschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde ist dieses System zulassungspflichtig.

Gemein haben beide Varianten der Elektrofahrräder, dass sie deutlich schneller als herkömmliche Räder unterwegs sind. Eine Helmpflicht besteht nicht, ein Kopfschutz wird aber – wie bei herkömmlichen Rädern auch – dringend empfohlen. Aufgrund der eingebauten Technik sind Elektrofahrräder in der Regel teurer als ihre traditionellen Vorgänger. Ein qualitativ hochwertiges Modell kann schnell mehrere Tausend Euro kosten. Daher sollten Sie beim Schutz der Räder nicht sparen und in ein oder zwei hochwertige Schlösser investieren. Auch eine Zusatzversicherung ist bei besonders teuren Modellen ratsam.

Comeback der Roller

Motorroller eignen sich für den innerstädtischen Verkehr ebenfalls als Alternative zum Pkw. Rollerfahrer schätzen insbesondere die erleichterte Parkplatzsuche. In vielen Großstädten gibt es Roller zudem in der Elektrovariante zum Ausleihen. Das Prinzip ist dem der Carsharing-Angebote sehr ähnlich: Die Roller können über eine App ausgeliehen und innerhalb eines bestimmten Gebietes wieder abgestellt werden. Gezahlt wird jede gefahrene Minute. Des Weiteren gibt es natürlich auch die Möglichkeit, einen Roller günstig und mit einer sehr niedrigen monatlichen Rate zu finanzieren.

E-Scooter boomen

Auch der gute alte Tretroller erlebt gerade ein Comeback als elektrobetriebene Variante, dem E-Scooter. Diese sind bis zu 20 Kilometer pro Stunde schnell und häufig klappbar, sodass sie auch in den Bus oder die Bahn passen. Das macht sie vor allem für städtische Pendler interessant.

E-Scooter boomen

Anbieter von E-Scootern zum Ausleihen sind in den letzten Monaten wie Pilze aus dem Boden geschossen. In Großstädten prägen sie bereits das Straßenbild und haben für Diskussionen in den Medien gesorgt, da sich nicht alle Nutzer an die notwendigen Regeln halten. Denn: Fahren dürfen Sie mit den Rollern nur auf dem Radweg. Sollte dieser nicht vorhanden sein, müssen Sie auf die Straße ausweichen. Dort dürfen Sie nur hinter- und nicht nebeneinander fahren, den Roller zu zweit nutzen, ist ebenfalls nicht erlaubt. Gehwege sind für die elektrischen Tretroller tabu. Das Mindestalter für den Fahrer beträgt 14 Jahre.

In die Sicherheit investieren

Bei vielen Modellen lässt sich der Akku herausnehmen, damit die Rollerfahrer nicht das ganze Fahrzeug an eine Steckdose anschließen müssen. Eine Helmpflicht gibt es auch hier nicht, ein Führerschein ist nicht erforderlich. Lediglich eine Haftpflichtversicherung samt Versicherungsaufkleber ist vorgeschrieben. Dieser muss hinten am E-Scooter angebracht werden. Günstige Modelle gibt es schon ab 100 Euro, allerdings sollten Sie auf wichtige Qualitätsmerkmale wie Robustheit, Akkulaufzeit und Materialverarbeitung achten und im Zweifel etwas mehr Geld in die eigene Sicherheit investieren.

Mehr zum Thema im Web:

Sabine Birk

SABINE BIRK

Unternehmenskommunikation/Social Media


3 Kommentare

Ich habe es mir durchgelesen liebe Sabine, vielen Dank

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TANJA STOLL

24. September 2019

Hallo Tanja,
vielen Dank für den Hinweis. Ich hatte mich auch schon gefragt, wer die abgestellten E-Scooter einsammelt und dachte, die Firmen kümmern sich selbst darum.
Hier ist als Ergänzung noch der Link zu dem „Auto Motor Sport“-Artikel:
https://www.auto-motor-und-sport.de/tech-zukunft/mobilitaetsservices/so-werden-miet-e-scooter-geladen-juicer-sorgen-fuer-volle-akkus/
Viele Grüße
Sabine

Ein sehr Interessanter Artikel, mit den E-Scoot habe ich mich auch befasst dazu würde ich gerne noch was hinzufügen, da den meisten Leuten nicht bekannt ist das diese wiederum mit einem Fahrzeug aufgeladen werden hierzu ein Auszug aus Auto Motor Sport:

Der Leih-Scooter-Anbieter Voi nennt die Nebenjobber „Flottenjäger“ . Der Sharing-Anbieter Tier stellt hierfür Werksstudenten als „Scooter Ranger“ auf 450-Euro-Basis an, die ebenfalls ein taugliches Privatfahrzeug für’s Einsammeln der E-Scooter benötigen.

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TANJA STOLL

24. September 2019

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