Creditplus Ausbildung und Corona – Teil 3

Studium ist nicht gleich duales Studium. Ein duales Studium in Zeiten der aktuellen Pandemie ist eine spannende Sache, besonders in Hinblick auf die Frage was sich verändert hat. Dessen geht heute ein neuer Artikel der Creditplus eigenen Artikelreihe „Ausbildung in der Coronazeit“ auf den Grund.

Ein Blick hinter die Kulissen des Dualen Studiums bei Creditplus bietet spannende Einblicke. Dabei geht es allgemein darum, was denn (auch ohne Corona) ein Duales Studium bedeutet, wie dieses abläuft und was jetzt anders ist.

Duales Studium bedeutet für mich …

„… neben einem Studium in einer Festanstellung arbeiten zu können“, sagt Toni-Joanne Hönnicke. Sie ist aktuell im 1. Semester, hat während der Pandemie, im September 2020, ihr Duales Studium bei der Creditplus Bank begonnen und wird in den nächsten drei Jahren wie alle dualen Studenten sechs Abteilungen in der Bank durchlaufen, bis sie ihren Abschluss, einen B.A. in BWL mit Schwerpunkt Finanzdienstleistung, macht.

„… die Theorie in der Praxis anzuwenden“, sagt Marina Radic, die bereits im 5. Semester des gleichen Studiengangs als duale Studentin bei der Creditplus Bank ist und damit ihr Studium fast abgeschlossen hat. „Durch den Wechsel zwischen den Blöcken in der Bank und an der Uni wird es nie langweilig“, erzählt sie. Außerdem: „Es war ein persönlicher Wunsch von mir, dass ich studiere. Besonders nachdem mir ein Praktikum bei einer Bank gut gefallen hat, war klar was ich mache.“ Ein duales Studium bei Creditplus. Wie schön!

Werfen wir einen Blick hinter die Kulissen des dualen Studiums bei Creditplus.

Stellhebel des dualen Studiums

Eine gute Ausbildung ist allgemein, aber eben besonders jetzt wichtig – denn Fachkräfte sind immer gefragt. Welche drei Hauptkompetenzen generell bei Creditplus für wichtig beim Dualen Studium erachten werden?

Markus Engelberg, Leiter der Kreditabteilung, Generalbevollmächtigter der Creditplus Bank und einer unserer Ausbilder sowie einer der Betreuer Dualer Student:Innen hat uns diese Frage beantwortet: „Es ist vollkommen klar, dass die Ziele der Ausbildung auf das Geschäftsleben und die Geschäftsprozesse ausgerichtet werden müssen. Aber viel wichtiger ist in meinen Augen die Zusammenarbeit in Teams – das vor allem in unterschiedlichen Gruppen mit unterschiedlichen Teilnehmern (mit jungen Mitarbeitern, erfahrenen Mitarbeitern und Vorgesetzten). Genauso wichtig finde ich in der Bankenbranche den Kundenkontakt. Gerade hier muss der Dienstleistungsaspekt vermittelt werden. Täglich sind wir im Interesse unserer Kunden und der Gesellschaft unterwegs. Das ist ein wichtiger Teil dessen, wofür wir arbeiten.“ Auch speziell auf die dualen Studenten geht er ein: „Für Student:Innen des dualen Studiums sehe ich die Hauptkompetenz, sich selbstständig und eigenverantwortlich in komplexere Sachverhalte einzuarbeiten und diese mit dem aus dem Fachbereich als auch dem Studium vermittelten Wissen zu lösen. Hier ist Kreativität und Engagement gefordert.“ Das sehen auch Fr. Hönnicke und Fr. Radic so. Mehr dazu im weiteren Verlauf.

Kommunikation

Kommunikation ist das A und O. In der Praxis bei Creditplus findet die Kommunikation über Telefonie mit den Kollegen und per E-Mail statt. „Es läuft alles über Telefon und E-Mail“, bestätigt Fr. Hönnicke. Homeoffice ist das Stichwort und zum Glück ist alles volldigital möglich.

„Man muss sich Zuhause aufrappeln – es klappt dann gut. Mir ist es aber lieber, wenn man die Leute um sich hat und auch schnell mal sprechen kann“, berichtet Fr. Radic. Vor der Pandemie war sie immer im Büro, nun nur noch manchmal, wie wir alle.

Organisation

Die Organisation ist beim dualen Studium nicht zu unterschätzen, denn neben der Arbeit ist da ja noch das Studium, das es zu bewältigen gilt. Deshalb spielt der Austausch zwischen den dualen Studenten der Bank eine große Rolle, der individuell zuständige Betreuer im Unternehmen ist hingegen eher grundsätzlicher Ansprechpartner.

Im Unternehmen klappt die durch die Pandemie neue Organisation aber ganz gut. Schnell wurden die neuen Möglichkeiten bei den Anforderungen berücksichtigt. Fr. Hönnicke erzählt von Aufgaben über einen längeren Zeitraum, die gänzlich selbstständig bearbeitet werden können. Trotzdem sagt sie: „Im Büro zu arbeiten ist mir lieber. Ich habe das Gefühl das meine Arbeit dort effektiver ist.“ Und schließlich ist man dort auch in guter Gesellschaft. „Ich mag es mich schick anzuziehen und mit den Kollegen essen zu gehen“, verrät sie. Das ist mehr als nachvollziehbar, schließlich möchte man zu Beginn jedes neuen (Lebens-) Abschnitts ja auch die Menschen kennen lernen – ein schwieriges Unterfangen aus dem Homeoffice. Immerhin war im ersten Monat ihres dualen Studiums der Gang ins Büro möglich und so konnte sie wertvolle Einblicke erlangen, die ihr nun bei den aktuellen Aufgaben helfen.

Die größten Auswirkungen bei der Organisation hatte die Pandemie in Bezug auf das universitäre Lehren. Die DHBW war im März 2020 erstmals ausgefallen, berichtete Fr. Radic. „Die Umstellungsphase war schwierig und ungewohnt.“ Statt am Standort Atzenberg gab es nämlich Onlinevorlesungen über ZOOM. „Plötzlich allein dazusitzen ist komisch.“

Die Skripte sind die neue Hauptinfoquelle, bestätigt auch Fr. Hönnicke. Immerhin ist der Semesterplan von der Uni vorgeschrieben. Ein Semester unterteilt sich in zwei dreimonatige Blöcke. Einer davon ist ganz der Uni vorbehalten, der andere ganz dem Unternehmen. Selbstorganisation ist deshalb umso wichtiger, gerade in der Prüfungsvorbereitung, für die extra freie Tage vorgesehen sind.

Dokumentation

Die Überschneidung zwischen Theorie und Praxis wird u.a. in einer einmal jährlichen Dokumentation greifbar, die für die Universität porträtieren soll, was im Unternehmen erlernt wurde. Und was ist nun unablässig, um eine gute Ausbildung von Unternehmensseite (z.B. bei Creditplus) zu gewährleisten?

Hr. Engelberg hat auch diese Frage beantwortet: „Zeit, Vertrauen, Geduld und Unterstützung sind die vier Schlüsselfaktoren für mich. Wir müssen uns neben der Zeit für eine Erklärung der Aufgaben und der Zeit für die fachliche Ausbildung auch die Zeit für den Menschen nehmen. Ebenso müssen wir Vertrauen zeigen und haben, dass die Aufgaben gut und richtig erledigt werden. Dazu gehört ganz klar Geduld. Beim ersten Mal ist sicher nicht unbedingt alles 100 % richtig, aber gerade da gilt es Unterstützung zu bieten, Wissen zu teilen und Nachwuchs zu schulen. So können gemeinsame Erfolge erzielt werden und das Ganze macht auch noch Spaß!“

Fazit der bisherigen Zeit während der Pandemie

Meist waren die dualen Studenten im Homeoffice.

PRO

„Die Kollegen waren alle sehr hilfsbereit, besonders am Anfang des dualen Studiums ist das toll. Und nachdem ich mich ans Homeoffice gewöhnt hatte, sehe ich auch die Vorteile, wie zum Beispiel, dass der Arbeitsweg wegfällt und man so mehr Zeit fürs Studium oder zur Entspannung gewinnt.“

Frau Hönnicke

„Ich glaube, dass gerade unsere BA-Studenten mit der offenen Art, mit der sie an Aufgaben herangehen und aktiv Kontakt suchen, eine Bereicherung sind. Das Wissen und die Aufgaben werden nun eben über Skype vermittelt und besprochen. Auch wenn das ungewohnt ist, klappt es dennoch sehr gut!“

Herr Engelberg

CONTRA

„Gerade in der Pandemie ist es schwer Zeit so zu haben, wie zu normalen Zeiten. Damit bleiben persönliche Kontakte auf einem geringeren Level. Der Austausch auf dem Gang oder zwischen zwei Besprechungen fehlt. Dadurch ist die Integration in das Team schwerer. Die Kollegen könnten den Eindruck haben, allein gelassen zu werden. Das finde ich sehr schade und bemühe mich, dem durch persönliches Engagement entgegen zu wirken.“

Herr Engelberg

Was ist das Fazit für die Zukunft? Was steht noch auf der Wunschliste für die Zukunft?

„Es war super, dass ich ein Jahr davor schon wusste, dass ich ein duales Studium bei der Creditplus Bank anfangen kann. Gerade bei der aktuellen Situation. Planbarkeit schafft Sicherheit – das wünsche ich mir auch für die Zukunft“, meint Fr. Hönnicke.

„Die Homeofficeregelung im Unternehmen empfand ich als sehr schnelle und positive Lösung. Es wäre top, wenn das beibehalten werden würde!“, ergänzt Fr. Radic.

„Wir haben gerade tolle BA-Studenten, die offen und engagiert die anstehenden Aufgaben angehen und meistern. Ich wünsche mir weiterhin solch tolle Studenten und dass ich viele davon am Ende der Ausbildung in meine Abteilung aufnehmen kann und alle ihren Platz in der Creditplus Bank finden und zum Erfolg der Bank beitragen!“, schließt Hr. Engelberg.


Vielen Dank an Fr. Hönnicke, Fr. Radic und Hr. Engelberg für die Interviews, Einblicke, Zitate und Informationen. Dank gilt ebenfalls Fr. Wickert, der Ausbildungsleiterin, durch die diese Artikelreihe mit ins Leben gerufen wurde. Dies war der letzte Artikel unserer dreiteiligen Reihe. Wir hoffen Sie hatten Vergnügen beim Lesen.