Bildungsfinanzierung

In Wissen und Weiterbildung investieren

Bildungsfinanzierung - In Wissen und Weiterbildung investieren

09. April 2018

Berufliche Weiterbildung ist meist nicht zum Nulltarif zu haben. Aber davon sollten sich Bildungshungrige nicht abhalten lassen. Es stehen diverse Fördertöpfe bereit, die genutzt werden können. Auch viele Unternehmen unterstützen ihre Mitarbeiter bei der Fortbildung. Am Ende zahlt sich mehr Bildung aus, etwa in der beruflichen Weiterentwicklung oder durch mehr Gehalt.

Weiterbildung ist gefragt

Gut drei Viertel der Unternehmen in Deutschland sind bereits in der beruflichen Weiterbildung aktiv, Tendenz steigend. 62 Prozent der Unternehmen bieten Lehrgänge, Kurse und Seminare an. Die meisten Unternehmen setzen auf Informationsveranstaltungen, Job-Rotation oder selbstgesteuertes Lernen, beispielsweise durch E-Learning. Laut einer Studie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ist die Teilnehmerquote der 35- bis 49-Jährigen am höchsten. Deutlich gestiegen ist in den letzten zehn Jahren der Anteil der 50- bis 64-jährigen, die an Weiterbildungsangeboten teilgenommen haben.

IT-Seminare stehen hoch im Kurs

Die Digitalisierung verändert die Lebens- und Arbeitswelt grundlegend, was sich auch in der Kurswahl widerspiegelt. Nach Angaben der Weiterbildungssuchmaschine kursfinder.de fällt jede zehnte Weiterbildung in den Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT).

Investition in Wissen

Manche Preise für Seminare und Fortbildungsmaßnahmen lassen Interessenten allerdings zusammenzucken. Deshalb stellt sich für Arbeitnehmer, deren Weiterbildungskosten nicht vom Arbeitgeber übernommen werden, die Frage, ob sich die Investition lohnt und ob eventuell eine finanzielle Förderung möglich ist. In der Tat gibt es für Bildungshungrige eine Vielzahl an individueller Unterstützung – zum einen vom Bund, aber auch von etlichen Bundesländern. Wer sich auf eigene Kosten weiterbildet, kann die Ausgaben für Weiterbildung zudem beim Finanzamt einreichen und Steuern sparen.

Geld vom Bund

Der Staat bietet mehrere Fördermöglichkeiten an, beispielsweise das sogenannte Aufstiegs-BAföG, das Aufstiegsstipendium oder den Bildungsgutschein der Bundes­agentur für Arbeit.

Zuschüsse aus den Bundesländern

Auch in den Bundesländern gibt es umfangreiche Unterstützungsangebote zum Thema Fortbildung. Voraussetzung ist, dass der Interessent im jeweiligen Bundesland wohnt oder dort arbeitet. Informationen zu den jeweiligen Förderprogrammen stehen häufig auf den Internetportalen der jeweiligen Landesregierungen. Sie sind aber auch auf den Internetseiten der Förderbank des jeweiligen Bundeslandes zu finden.

Geld zurück vom Finanzamt

Über die Steuererklärung erhalten Kursteilnehmer einen Teil ihrer Bildungsinvestitionen zurück. Neben der Teilnahmegebühr können unter anderem Fahrt-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten eingereicht werden. Auch Fachliteratur, Internetnutzung sowie Kopien werden angerechnet. Falls die Weiterbildung über einen Kredit finanziert wurde, werden zudem die Kreditzinsen und -gebühren übernommen. Ein Steuerberater oder die Lohnsteuerhilfe geben hierzu professionelle Auskunft.

Weiterführende Links:

 

Sabine Birk

SABINE BIRK

Unternehmenskommunikation/ Social Media bei Creditplus


1 Kommentare

Auch wir als Unternehmen unterstützen unsere Mitarbeiter bei der Fortbildung. Das ist unser sehr wichtig. Der Beitrag gefällt uns sehr, danke.

Bezüglich der Finanzierungsmöglichkeiten wussten wir bisher nicht viel. Der Beitrag hat uns dazu gebracht, dass wir uns nun bei unserem Steuerberater informieren werden, vielen Dank dafür :)

Liebe Grüße

ONMA HANNOVER

4. Mai 2018

Kommentieren Sie diesen Artikel