Infomappe "Durchstarten" der Bundesagentur für Arbeit

Berufsbild: Kreditsachbearbeiterin

28. November 2013

Die ausgebildete Bankkauffrau Katharina Lechner wollte nach eineinhalb Jahren Tätigkeit in einer Großbank ihr Berufsfeld verändern. „Mit der Konzentration auf einen Bereich wie etwa das Kreditgeschäft kann man sich einfach eingehender mit den Kunden beschäftigen und sie kompetenter beraten.“

Ihren privaten Umzug von Ansbach nach Nürnberg nutzte sie, um zu den Kreditgeschäftspezialisten der CreditPlus Bank zu wechseln. Als eine von fünf Kreditsachbearbeitern betreut sie in der Nürnberger Filiale Kreditgeschäfte für eine
breite Kundenklientel; sie führt Beratungsgespräche, prüft Kreditanträge und schließt Verträge ab.

Anders als in ihrem alten Job, in dem die Anträge nach starren Regeln ohne große Spielräume bearbeitet wurden, kann die 25-Jährige heute individueller auf ihre Kunden und deren Bedürfnisse eingehen und eigenverantwortlicher entscheiden.

Halbjährige Einarbeitungsphase

Schritt für Schritt wurde Katharina Lechner an ihren neuen Verantwortungsbereich herangeführt. Sie saß zunächst bei den Kundengesprächen dabei, übernahm dann mehr und mehr Tätigkeiten selbst. „Als erstes habe ich die Datenaufnahme alleine gemacht, später kam die Erstellung von Angeboten samt Zinssatz und Raten hinzu. Schließlich durfte ich Kreditgespräche führen und das Geschäft abwickeln.“

CreditPlus Filiale Nürnberg. Hier arbeitet Katharina Lechner.

CreditPlus Filiale Nürnberg. Hier arbeitet Katharina Lechner.

Nach sechsmonatiger Einarbeitungszeit nahm sie an einem einwöchigen Integrationsseminar für Kundenberater aus ganz Deutschland in der Bankzentrale in Stuttgart teil. Für Anreise, Verpflegung und Unterkunft in einem Hotel sorgte ihr Arbeitgeber.

Nachdem Katharina Lechner zwei Tage lang in Vorträgen und Powerpoint-Präsentationen einen umfassenden Einblick in die Unternehmensstruktur erhalten hatte, begann für sie und 15 weitere Teilnehmer eine mehrtägige Schulung.

Hier vertiefte sie ihre Fachkenntnisse in der Kreditabwicklung samt den entsprechenden rechtlichen Aspekten und wurde in das interne Kreditentscheidungssystem mit der branchenspezifischen Software eingearbeitet.

Sorgfältige Prüfung

„Unser Computerprogramm arbeitet mit einem Ampelsystem. Bei Kreditanfragen werden auf Basis der eingegebenen Kundendaten, SCHUFA-Abfragen und anderer Kriterien die Geschäfte genehmigt oder abgelehnt. Bei Gelb entscheide ich bis zu einem festgelegten Betrag nach eigenem Ermessen.“

Menschenkenntnis wichtig

Die 25-Jährige braucht für ihren Beruf nicht nur fachliches Know-how und Kommunikationstalent, sondern muss auch Menschen gut einschätzen können. Ab 9.30 Uhr führt Katharina Lechner Kundengespräche am Telefon und in der Filiale, zuvor erstellt sie Verträge oder prüft Kundenunterlagen wie Arbeitsverträge oder Verdienstabrechnungen. Ist sie von der Echtheit der Angaben nicht überzeugt, fordert sie von den Kunden zusätzlich Material wie Kontoauszüge an oder erkundigt sich direkt beim Arbeitgeber. „Liegt ein Betrugsfall auf der Hand, sperre ich den Namen des Antragstellers im System.“ Im Zweifel reicht sie die Daten an die Betrugsabteilung in der Bankzentrale weiter.

Für die Zukunft stellt sich Katharina Lechner vor, ihre Erfahrungen im Kreditgeschäft auszubauen und noch mehr Verantwortung zu übernehmen – auch in der Mitarbeiterführung. Die interne Weiterbildung zur Abwesenheitsvertreterin für die Filialleitung hat sie bereits in der Tasche.

Aus: Infomappe durchstarten „Finanzen, Marketing, Recht und Verwaltung 16.2“ der Bundesagentur für Arbeit, 2013, Übersicht siehe www.durchstarten.biz-medien.de

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