Das eigene Taschengeld aufbessern mit einem Ferienjob

Beliebte Ferienjobs und Rahmenbedingungen für fleißige Jugendliche

21. Februar 2012

Manche jungen Leute können es kaum erwarten, das erste eigene Geld zu verdienen. Bei anderen ist es wichtig, weil die Eltern nur ein kleines Taschengeld bezahlen können. Wieder andere wollen einmal schauen, welche Berufe ihnen vielleicht Spaß machen.

Leider hören viele junge Leute bei den „coolen“ Jobs: „Wer bei uns arbeiten will, muss volljährig sein.“ Es gilt also, dem Alter entsprechend schöne und passende Ferienjobs zu finden. Beliebte Jobs für Kids und Teens sind

  • Aufgaben in der Nachbarschaft übernehmen (Babysitten, Gassi gehen, Rasen mähen, Nachhilfe für Schulfächer oder Musikinstrumente geben)
  • Im Supermarkt oder an der Tankstelle aushelfen (z.B. bei einer Inventur)
  • Auf dem Reiter- oder Bauernhof einspringen
  • Jüngere Kinder in Ferienfreizeiten, Hütten oder Waldheimen betreuen
  • Prospekte verteilen

Die gute Nachricht für alle Teenager, die ihr Taschengeld mit einem Ferienjob aufbessern wollen lautet: In der Regel müssen dafür im Unterschied zu den Erwachsenen keine Abgaben gezahlt werden (Brutto= Netto).

 

Einige Hinweise zu den rechtlichen Rahmenbedingungen sollten aber beachtet werden. Zum Beispiel diese:

  • Das Kind muss mindestens 13 Jahre alt sein.
  • Die Arbeitszeit beträgt während der Schulzeit maximal zwei Stunden am Tag und findet zwischen 8 und 18 Uhr statt.
  • Die Arbeitszeit beträgt in den Ferien maximal vier Wochen, also 20 Arbeitstage mit je acht Stunden am Tag.
  • In der Gastronomie dürfen Jugendliche ab 15 Jahren bis 22 Uhr arbeiten, ab 16 Jahren dürfen sie auch bedienen.
  • Beim Einwohnermeldeamt kann kostenlos eine Lohnsteuerkarte beantragt werden.
  • Ab einem Verdienst von 900 Euro brutto im Monat werden auch bei Schülern Steuern fällig.
  • Ein Ferienjobber muss keine Sozialabgaben leisten, wenn die Arbeitszeit im Voraus auf 50 Arbeitstage oder 2 Monate begrenzt ist. (Ganz egal ob diese Zeit bei einem oder mehreren Arbeitgebern gearbeitet wird.)

Fehlt Ihnen ein wichtiger Punkt? Worauf müssen Jugendliche noch achten? Haben Sie weitere Ferienjob-Tipps? Ich selbst habe Nachhilfe gegeben und in der Gastronomie gejobbt. Und Sie?

Melanie Klagmann

MELANIE KLAGMANN


3 Kommentare

Keep working ,impressive job!

CHRISTINIA ZANDER

17. September 2012

Danke für die Anregung, Rebecca Stahlberg! Das ist eine gute Idee. Bestimmt sind die Verkehrszähler-Jobs noch nicht so überlaufen wie viele andere Schüler-Jobs.

Auch eine gute Idee: Während des Studiums habe ich als Verkehrszählerin gearbeitet. Sprich, man sitzt mit einem Ticker und einem Block neben der Straße und zählt Autos, LKW, Motorräder usw. Ist nicht schwierig und wurde ganz gut bezahlt. Allerdings weiß ich nicht, ob man hierfür schon 18 sein muss, oder ob man den Job auch schon vorher ausüben darf…

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