Die wichtigsten Grundlagen für den eigenen Blog

7 Profi-Tipps für den erfolgreichen Blogstart

20. Juni 2014

Ob Hochzeit, Hausbau oder Weltreise – es gibt viele Themen, über die es sich auch als Privatperson online zu berichten lohnt! Mit einem eigenen Blog halten Sie wertvolle Erfahrungen zu Ihrem Lieblingsthema fest und alle, die sich dafür interessieren, auf dem Laufenden.

Nicht nur Unternehmen sind im Internet mit Corporate Blogs vertreten, auch viele Privatpersonen bloggen über interessante Themen aus ihrem Leben. Bevor Sie mit dem Schreiben loslegen, sollten Sie ein paar grundlegende Aspekte berücksichtigen. Wir geben sieben wichtige Tipps, die Einsteiger zum erfolgreichen Start ihres eigenen Blogs beachten sollten.

Tipp 1: Selbst Blogs lesen und erste Kontakte knüpfen

Regelmäßig andere Blogs zu lesen, hilft ein Gespür für die richtigen Themen, Formulierungen und Beitragslängen zu bekommen. Fragen Sie sich im Vorfeld: Welche Überschriften sprechen mich an? Wie muss ein Text geschrieben sein, damit er sich flüssig lesen lässt? Und bis zu welchem Textumfang bleiben Sie selbst aufmerksam am Ball? Indem Sie die Beiträge anderer Blogger kommentieren und sich konstruktiv (!) an Diskussionen beteiligen, zeigen Sie nicht nur Interesse und Wertschätzung, sondern knüpfen gleichzeitig auch Kontakte zu anderen Bloggern.

Tipp 2: Thema und Zielgruppe genau überdenken

Überlegen Sie sich im Vorfeld gut, über welches Thema Sie schreiben möchten. Wichtig ist, dass Sie tatsächlich etwas zu einem Thema zu sagen haben – am besten auch über einen längeren Zeitraum hinweg. Wichtige Grundvoraussetzung dafür ist auch, dass Sie wirklich Interesse und Spaß an „Ihrem“ Schwerpunkt haben. Überlegen Sie sich auch, an wen sich Ihre Beiträge richten sollen: Gehen Sie davon aus, dass sich Ihre Zielgruppe bereits mit dem Thema auskennt oder müssen Sie beispielsweise manche Fachbegriffe näher erläutern?

Tipp 3: Redaktionsplan aufsetzen und Zeitfenster schaffen

Um sicherzugehen, dass Sie wirklich langfristig Inhalte für Ihren Blog haben, empfehlen wir Ihnen, einen groben Redaktionsplan für das erste halbe Jahr zu erstellen. Sammeln Sie im ersten Schritt interessante Themen-Ideen in einer Mindmap – hieraus lassen sich auch mögliche Kategorien ableiten. Denken Sie auch darüber nach, wie häufig Sie einen Blogbeitrag veröffentlichen wollen und planen Sie sich entsprechend Zeit zum Schreiben und ggf. zum Recherchieren (z.B. auch Bildmaterial) ein.

Tipp 4: Technische Fragen klären

Aus technischer Sicht müssen Sie sich zunächst entscheiden, wo die Inhalte Ihres Blogs gespeichert werden sollen (Hosting). Die einfachste Lösung für Einsteiger ist, einen der kostenlosen Hosting-Services (z.B. von WordPress.com oder Blogger.com) in Anspruch zu nehmen. Nach der Erstellung eines Accounts und der Auswahl eines vorgegebenen Layouts ist der Blog im Handumdrehen konfiguriert und startklar. Für professionellere Blogger empfiehlt sich das eigenständige Blog-Hosting mit eigener Domain, passender E-Mailadresse und ausreichend Webspace. Das schafft zudem Unabhängigkeit vom Blog-Hoster und mehr Flexibilität im Design und bei technischen Erweiterungen.

Tipp 5: Wichtigste Textregeln fürs Web beherzigen

Da das Lesen am Bildschirm die Augen schneller ermüden lässt, haben wir hier vier wichtige Text-Regeln fürs Web zusammengefasst:

  • Locken Sie zum Weiterlesen: Wählen Sie eine kurze, aufmerksamkeitsstarke Überschrift.
  • Erleichtern Sie den Lesefluss: Schreiben Sie in kurzen, einfachen Sätze (max. 12-15 Wörter) ohne Verschachtelungen. Kein Satz sollte sich über mehr als zwei Zeilen erstrecken.
  • Strukturieren Sie Ihren Text: Absätze mit prägnanten Zwischenüberschriften wirken Wunder. Auch Aufzählungszeichen lockern auf und machen den Text schneller erfassbar.
  • Prüfen Sie Ihre Rechtschreibung: Lesen Sie Ihre Beiträge vor Veröffentlichung nochmals aufmerksam Korrektur. So vermeiden Sie Flüchtigkeitsfehler und hinterlassen einen ordentlichen Eindruck.

Tipp 6: Beiträge mit multimedialen Inhalten aufwerten

Denken Sie nicht nur in Texten, denken Sie auch multimedial! Lockern Sie Ihre Beiträge mit passenden Bildern auf. Bei einem Reiseblog dürfte beispielsweise genügend Bildmaterial vorhanden sein. Für alle, die noch recherchieren müssen: Auf pixelio.de, freeimages.com und anderen Bilddatenbanken gibt es lizenzfreie Fotos für den privaten Gebrauch. Bevor Sie diese Bilder in Ihrem Blog einbinden, sollten Sie jedoch die Nutzungsbedingungen gründlich lesen und auch den Urheber in der Quelle immer angeben. Auch mit Videos können Sie Ihre Blogbeiträge anreichern und authentisch gestalten. Selbst Handy-Kameras liefern heutzutage schon Videos in hoher Auflösung.

Tipp 7: Impressumspflicht prüfen

Dient Ihr Blog ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken (z.B. als eine Art „Tagebuch“)? Oder sprechen Sie damit ein weiteres Publikum an bzw. haben sogar geschäftsmäßige Absichten (z.B. Schaltung von Werbebannern)? Dann müssen Sie ein Impressum einrichten, das Sie mit einem Impressumsgenerator innerhalb kürzester Zeit erstellen können.

 

Über die Gastautorin:

aline_schmid_portraitAline Schmid ist Social Media Marketing Beraterin im VERDURE Medienteam, einer Internetagentur aus Stuttgart mit Fokus auf TYPO3-Websites und Online-Branding. Im Rahmen des Weiterbildungsangebot VERDURE Academy bieten die Herzblut Onliner zudem praxisnahe Social-Media- und SEO-Seminare an, unter anderem zu erfolgreichem Redaktionsmanagement und Google Analytics.

Welche Erfahrungen haben Sie schon mit dem Bloggen gemacht? Haben Sie noch weitere Tipps auf Lager? Schreiben Sie uns direkt unter diesem Beitrag!

Aline Schmid

ALINE SCHMID

Gastautorin, VERDURE Medienteam GmbH


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