5 Tipps für ein nachhaltiges Weihnachtsfest

Zu Weihnachten wird auch in diesem Jahr wieder viel gekauft, viel gegessen und leider auch viel weggeschmissen. So manch ein guter Vorsatz, der das ganze Jahr über galt, wie zum Beispiel Müll zu vermeiden oder den eigenen Konsum einzuschränken, wird über Bord geworfen – es ist ja Weihnachten! Wir finden, das muss nicht sein, denn mit unseren Tipps feiern Sie Weihnachten immer noch genauso schön, aber dennoch ein wenig umweltfreundlicher. Kreative Ideen für ein nachhaltiges Weihnachtsfest haben wir Ihnen außerdem auf unserem Pinterest-Board zusammengestellt.

Geschenke nachhaltig verpacken

Für Kinder und auch viele Erwachsene ist die Bescherung der schönste Moment des Weihnachtsfests. Gespannt warten wir darauf, die vielen bunt verpackten Geschenke, die unter dem Baum liegen, endlich auspacken zu dürfen. Danach bleibt in den meisten Haushalten ein riesiger Müllberg an Geschenkpapier übrig.

Dabei gibt es tolle, umweltfreundliche Alternativen. Besonders nachhaltig: Die Geschenke in Stoffreste oder Bienenwachstücher einpacken, die jedes Jahr wiederverwendet werden können. Wer auf Papier nicht verzichten möchte, greift zu bunten Seiten aus Zeitschriften oder verwendet ungebleichtes Packpapier. Auch hier gilt: Am besten noch mindestens einmal erneut verwenden.

Nachhaltige Weihnachtsbäume

Rund 28 Millionen Weihnachtsbäume werden jährlich in Deutschland gekauft. Diese werden in speziellen Weihnachtsbaumkulturen gezüchtet, mit Pestiziden behandelt und für unser Weihnachtsfest abgeholzt. Wer trotzdem nicht auf einen „echten“ Baum verzichten möchte, kann sich einen Bio-Weihnachtsbaum ins Haus holen. Diese wachsen in Mischkulturen und sind damit weniger anfällig für Schädlinge. Bio-Weihnachtsbäume stammen aus Betrieben, die nach Kriterien des ökologischen Landbaus oder des ökologisch ausgerichteten Waldbaus zertifiziert sind. Auch viele Baumärkte und Bio-Märkte bieten inzwischen Bio-Weihnachtsbäume an.

Noch nachhaltiger ist ein Weihnachtsbaum im Topf! Balkon- und Gartenbesitzer können diesen das ganze Jahr über genießen. Für alle anderen gibt es bei lokalen Förstereien, Baumschulen oder Gärtnereien die Möglichkeit, einen Baum im Topf für die Weihnachtszeit zu leihen.

Übrigens: Weihnachtsbäume aus Plastik sehen inzwischen sehr naturgetreu aus, sind aber nur eine nachhaltige Alternative, wenn sie mindestens zehn Jahre lang in der Weihnachtszeit aufgestellt werden.

Sinnvoll spenden

In keiner anderen Zeit spenden wir so viel wie vor Weihnachten. Sehr viele wichtige und sinnvolle Projekte finanzieren sich ausschließlich durch Geldspenden und sind deshalb auf unsere Unterstützung angewiesen. Neben den bekannten Organisationen wie Unicef, Ärzte ohne Grenzen oder die Kindernothilfe gibt es unzählige weitere Projekte und Verbände, die Unterstützung benötigen.

Bei der Spende sollte unbedingt auf die Seriosität des Projekts oder der Stiftung geachtet werden. Vielleicht kennen Sie eine Organisation bei Ihnen vor Ort, von der Sie wissen, dass sie gute und wichtige Arbeit leistet? Falls nicht, ist das Siegel des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen (DZI) ein guter Anhaltspunkt. Das DZI vergibt das Siegel ausschließlich an Organisationen, die nach einer sechsmonatigen Prüfung alle Qualitätsstandards, wie sparsames Wirtschaften oder Aufklärung statt Irreführung, erfüllt haben. Da das Siegel jedoch Geld kostet, verzichten viele kleinere Projekte darauf. In diesem Fall am besten einen Blick in den Jahresbericht der Spendenorganisation werfen. Dort muss genau beschrieben sein, wofür die eingenommenen Spendengelder ausgegeben wurden.

Natürliche Weihnachtsdekoration

Funkelndes Lametta, bunte Christbaumkugeln, meterlange Lichterketten und gemütlicher Kerzenschein – die Weihnachtsdekoration gehört ebenso zum Fest wie die Geschenke und das Weihnachtsessen. Leider sind viele herkömmliche Dekorationsartikel wenig umweltfreundlich. Wussten Sie zum Beispiel, dass Lametta häufig aus giftigem Blei hergestellt wird und die meisten Kerzen aus Paraffin, also Erdöl gegossen sind?

Zu einer umweltverträglichen und natürlichen Weihnachtsdekoration gehören Zweige, Nüsse, Obst, Holzstücke aus nachhaltigem Anbau oder dem Wald um die Ecke, selbstgebackene Plätzchen, Tannenzapfen und Stoffbänder. Außerdem gibt es inzwischen viele weihnachtliche Figuren, die aus Recyclingpapier hergestellt werden.

Für den gemütlichen Kerzenschein am besten zu Bienenwachskerzen vom lokalen Imker greifen oder aus Kerzenresten ganz einfach neue Kerzen gießen. Lichterketten mit LEDs verbrauchen etwa 90 Prozent weniger Energie und halten 20-mal länger als herkömmliche Lichterketten. Wichtig ist, eine Lichterkette ohne Batterie und mit Steckdosenanschluss zu wählen. Diese sollte dann mit einer Zeitschaltuhr nur in den dunklen Abendstunden und nicht Tag und Nacht erstrahlen.

Nachhaltiges Weihnachtsessen

Alle Jahre wieder genießen wir zu Weihnachten ein wahres Festessen. Es wird gekocht (oder bestellt), was der Esstisch tragen kann – und dabei bleiben häufig sehr viele Reste übrig. Wer angemessene Portionen plant und den Einkauf für die Feiertage mit Bedacht macht, schont nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Denn Lebensmittelverschwendung in privaten Haushalten ist einer der größten Posten auf der Liste der Umweltsünden. Wenn trotz guter Planung nach den Feiertagen dennoch Reste vom Festmahl vorhanden sind, müssen diese nicht weggeworfen, sondern können einfach eingefroren werden.

Das beliebteste Weihnachtsessen der Deutschen ist und bleibt die Weihnachtsgans. Wer zum Fest der Liebe statt billiger Tiefkühlware aus dem Discounter eine glückliche Gans möchte, sollte sich eine Bio-Gans von einem regionalen Bauernhof besorgen. Zwar ist so eine Gans viel teurer als das Discounter-Federvieh, aber dafür hatte sie genügend Auslauf, wurde nur bei Bedarf mit Medikamenten behandelt und schmeckt auch noch viel besser! Und weil so eine Gans meist zu viel für einen Haushalt ist, wie wäre es, wenn Sie sich diese mit Ihren Nachbarn teilen?