Welches Erlebnis werden Sie nie mehr vergessen?

Lesergeschichten: Pleiten, Pech und Pannen

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17. Dezember 2013

Pleiten, Pech und Pannen – jeder kennt sie und in der Situation ist einem meistens nicht zum Lachen zumute. Zum Glück bleibt in vielen Fällen zum Schluss nichts übrig als eine Geschichte, die man wahrscheinlich nie mehr vergisst. Und solche Geschichten haben unsere Blog-Leser geschrieben. 

Aus allen Kommentaren haben wir eine Auswahl der Lesergeschichten zusammengestellt.

Hier finden lesen Sie die drei Gewinner-Geschichten:

Der Hausschlüssel

Ich wohne in einem Haus mit 2 älteren Damen. Meine Wohnung befindet sich Rückseitig und ist Souterrain mit Terrasse und Garten. Eines Tages, kam eine der älteren Damen ganz aufgeregt in meinen Garten und bat mich um Hilfe, sie hatte sich aus ihrer Wohnung ausgeschlossen. Ich ging mit ihr herum und öffnete mit meinem Schlüssel die Eingangstür des Hauses und ging mit ihr in den ersten Stock zu ihrer Wohnungstür.

Die alte Dame war völlig aufgelöst und wollte schon den Schlüsseldienst rufen. Ich untersuchte die Tür und stellte erleichtert fest, dass es eine normale Tür war, kein Sicherheitsschloss. Ich erinnerte mich an die diversen Krimis, in denen ich schon mal gesehen habe, wie die Diebe so kinderleicht eine Tür öffneten mit einer Kreditkarte. Ich holte aus meinem Garten einen Draht, bog die Spitze und suchte den Schnapper der Tür…klack! Kinderleicht konnte ich ihn zur Seite schieben und die Tür sprang auf, ohne Beschädigungen. Die Nachbarin war überglücklich. Ich ging dann wieder zu mir in die Wohnung, steckte meinen Schlüssel von innen in die Tür und wollte es mir auf dem Sofa gemütlich machen, da fiel mir ein, dass ich noch mein Gartentor zu machen musste. Ich raus, Tür zu und….NEIN dasselbe, ich hatte mich ausgesperrt, Schlüssel steckte von innen. Ich holte meinen Ersatzschlüssel aus einem Versteck auf meiner Terrasse und versuchte aufzuschließen.

Aber meine Haustür war eine Sicherheitstür und ich konnte sie nicht mit dem Zweitschlüssel öffnen, da der andere Schlüssel von innen steckte. Also probierte ich den Trick mit dem Draht nun auch bei meiner Tür aus. Aber es war halt eine Sicherheitstür, ich kam nicht an den Schnapper. Panik machte sich breit. Ich dachte, das kann doch nicht sein, jetzt brauche ich den Schlüsseldienst! Ich probierte bestimmt noch eine Stunde diese blöde Tür zu öffnen. Am Ende fand ich noch eine Lösung, aber die verrate ich hier mal lieber nicht. ;-) Was es nicht für Zufälle gibt, ich helfe der Nachbarin, weil sie sich ausschließt und gleich darauf passiert mir dasselbe. :-) (von Nico)

Der Rote Beete Salat Vorfall

Ich komme am späten Abend gegen 23 Uhr nach einer 12 Stunden Schicht in einem Münchner Café Heim. Für’s Abendessen hatte ich mir ein wenig Rote Beete Salat in einer kleinen Pappbox mitgenommen, die ich in meinen Fahrradkorb gepackt hatte.

Alles wie immer, durch die Haustüre, am Briefkasten eben die Post durchschauen, die Treppe hoch und alle was jetzt noch zwischen mir und meinem wohlverdienten Feierabend stand war die Wohnungstür kurz den Fahrradkorb abstellen, Schlüssel raus kramen, aufschließen, den Fahrradkorb nicht vergessen, da sehe ich aus dem Augenwinkel etwas quietschend rotes.

Da ist mir wohl doch der Salat ausgelaufen, soweit eher unspektakulär. Das ganze Treppenhaus voll mit roten flecken und Fussspuren eigentlich nur ärgerlich. Kurz versucht alles mit etwas Zeitungspapier weg zu wischen und dabei festgestellt das das nicht hilft sondern nur schmiert. Also hoch Lappen geholt und angefangen zu wischen.

Durch die Glastür auf die Straße gucken, sich kurz fragen warum die Frau mit dem Hund vor der Tür so entsetzt guckt. Und dann der unangenehme Moment wenn einem klar wird das Sie nur den Typen im Pulli mit Tarnmuster sieht der etwas aufwischt das sehr nach verschmierten Blut und Kampfspuren aussieht.

10 Minuten später klingelt es an der Tür, zum Glück ließen die 6 Polizisten sich schnell überzeugen das hier kein Verbrechen vorliegt. Das war der Tag an dem ich ein 11-tes Gebot bekommen habe… Du sollst keinen Rote Beete Salat mit nach Hause nehmen! (von Holger)

Regen, Regen, Regen

Das für mich schrecklichste Erlebnis dieses Jahr war der “Jahrhundertregen”. Wohlgemerkt, wir wohnen nicht in einem Hochwassergebiet, im Gegenteil, Wasser ist weit weg (mitten im Ruhrgebiet). Es war der 20.6., ein Donnerstag, der Tag nach meinem Geburtstag und 2 Tage vor der großen Party. Ich hatte meine Arbeitszeit auf Nachmittags getauscht. Um 13Uhr zog es sich zu, es wurde schwarz wie die Nacht und dann brach der Regen los. Meine Sorge galt in dem Moment nur meinen Kinder die um 14 Uhr und 15 Uhr aus der Schule kommen sollten. Glücklicherweise erreichte ich meinen Sohn auch um die Zeit zu Hause. Er war zwar bis auf die Knochen nass, aber alles ok. Leider kam  20 Min. später von ihm die Hiobsbotschaft “Wir haben Wasser im Keller”.

Ich hab nur noch meine Sachen geschnappt, zum Chef: “Sorry, mein Keller steht unter Wasser ich muss nach Hause.” (Es regnete immer noch, also schon seit über 1 Std.) Ausgerechnet an dem Tag war wirklich keiner von uns Erwachsenen zu Hause, und mein Sohn alleine mit Wasser im Keller. Er war so geistesgegenwärtig seinen Opa anzurufen der auch direkt los gefahren war. Der Weg nach Hause war die Hölle, alles überschwemmt. Zu Hause angekommen direkt in den Keller und erst einmal alles hochgestellt was hoch zu stellen war. Glücklicherweise war das Wasser nur ca. 5cm hoch gestiegen. Grund für das Wasser im Keller war Rückstau. Es kam durch den Abfluss in der Waschküche rein. Das erste Mal in über 40 Jahren die dieses Haus steht!

Und noch eine Schreckminute hatte ich kurz drauf als meine Tochter (die sonst so taff ist und nix schocken kann) weinend anrief. Die Mama ihrer Freundin hatte sie im Auto mitgenommen. Als sie am Stadtpark ankamen stand das Auto plötzlich so tief im Wasser, das es ins Auto lief. Zum Glück ist das gut ausgegangen.
Der Schaden im Keller hielt sich einigermaßen in Grenzen, aber ich brauche das nicht noch einmal.
Meine Familie ganz süß, als wir dann am 22. wie geplant meinen Geburtstag gefeiert haben (ich wollte das schon absagen und das wo es das erste Mal war das ich überhaupt groß feiern wollte) hatte zusammen geschmissen und neben Geschenken gab es “Fluthilfe” :) (von Bianca G.)

 

Weitere Geschichten:

Hund und Herr

Im Herbst letzten Jahres war ich am Main wie jeden Sonntag früh joggen. Ich liebe die morgendliche Frische, nahe am Wasser zu sein und einfach mal an nichts denken zu müssen. Mein Lieblingssong läuft, pusht mich und ich habe nur noch einen Kilometer vor mir. Go, go, girl – als mich plötzlich ein kleiner Hund anfällt und schön in die Wabe beißt. Arghh na super, warum ich, warum nicht nächste Woche da ich ein wichtiges Meeting am Montag habe? Wo ist denn der blöde Besitzer? Kann der seinen kleinen, frechen Hund nicht anleinen?

Der Hund heißt Max und sein Herrchen Marcel und beiden habe ich verziehen. Wir laufen jetzt brav zu dritt jeden Sonntag am Main lang und sind ein Herz und eine Seele;) Danke Max! (von Nadja)

Auto finden

Meine Mutter hat im Dezember Geburtstag. Natürlich ist dann die ganze Familie und die Freunde da. Es hatte ordentlich geschneit und ich wollte meiner Mutter eine Freude machen und den bestellten Kuchen abholen. Wir haben unsere Parkplätze direkt vor dem Haus. Also meine Schwester und ich stellen das Auto dort ab. Voller Enthusiasmus (hoffentlich habe ich das richtig geschrieben) fing ich an das Auto freizuscheppen. Schaut dann in Richtung Haus und zum Fenster. Hääääääää, wieso stehen alle vorm Fenster und grinsen. Ich habe nichts geschnallt und machte auch noch weiter und überlegte warum alle so am Grinsen waren.

Da kam es zum Vorschein, rotes Blech und kein schwarzes. Ich hatte das Auto meiner Schwester freigeschaufelt und habe es nicht gemerkt. Jetzt war mir alles klar. Mit knallrotem Kopf ging ich ins Haus und sagte zu meiner Schwester, “dann gib mir wenigstens deinen Autoschlüssel, dann fahre ich halt damit” Kein Problem meinte meine Schwester und grinste schon wieder. Als ich dann das Auto anschmeißen wollte, hörte ich nur ein leises hjjhjjhjjhjjhjjjh Batterie leer. Na toll, und meine Schwester wußte das auch noch. Also blieb mir nichts anderes übrig als mein Auto freizuscheppen. Den Kuchen habe ich heile mitbekommen, nur immer wenn es jetzt im Winter schneit, bekomme ich von allen den Spruch gedrückt, —– und denk dran, du hast ein schwarzes Auto, kein rotes —— Das wird wohl immer an mir hängenbleiben, es sei denn jemand anderem passiert mal so etwas peinliches. Bei meinem Glück wohl kaum. (von Willi Wills Wissen)

Auto läuft nicht

Oh ja, zu dem Thema kann ich auch eine kurze Geschichte erzählen. Und zwar war ich mit meinem Auto, im Winter, unterwegs zum Einkaufen. Den ersten Schrecken bekam ich dann schon, als ich die Treppe vor der Tür runter bin und mich gleich mal ordentlich hingelegt hatte. Okay, ab da war ich vorgewarnt. Also fuhr ich schön langsam in die Stadt, nahm eine Kurve wohl doch etwas zu schnell und schlingerte, ganz knapp, an einem anderen Auto vorbei. Schock. Panik. Herzrasen. Fünf Minuten später stand ich auf dem Parkplatz und atmete erst mal erleichtert aus. Geht doch!

Ich erledigte meinen Einkauf, hatte den schrecklichen Hinweg schon längst vergessen und wollte gerade mein Auto starten und heimfahren, da gibt mein Kleiner nur noch einen jämmerlichen Ton von sich. Oh, Gott. Was denn jetzt? Ich versuchte es nochmal und nochmal. Nichts. Nada. Batterie tot. Super! Da saß ich erst mal, im kalten Auto, das mich einfach so im Stich gelassen hatte. Aber selbst ist die Frau! Der nächste Baumarkt war ja nur einige hundert Meter entfernt. Ich lief also los, kam im Baummarkt an und stand dann erst mal rätselnd vor den vielen Batterien. Ja, doch nicht so einfach. Aber es gibt ja nette Mitarbeiter, die Ahnung haben, und dann auch noch tapfer durch die Kälte stapfen um einer jungen Frau ne neue Batterie einzubauen, damit diese ihren Einkauf sicher nach Hause bringen kann. An dem Tag hab ich dann keinen Fuß mehr vor die Tür gesetzt! :) (von Melanie)

Die Batterie

Als ich morgens zur Arbeit fahren wollte, sprang mein Auto nicht mehr an. Schnell fand ich die Ursache: Da ich vergessen hatte das Licht auszumachen, war die Batterie leer. Ausgerechnet, denn genau an diesem Tag hatte ich ein wichtiges Vorstellungsgespräch, dass ich nicht verpassen durfte. Ich renne zurück um mir meine Ersatzbatterie zu holen, finde sie in der Aufregung aber nicht. Dann kommt mir die Idee meinen Nachbarn um Hilfe zu bitten: Der Erste ist nicht da, der Zweite hat keine Zeit, bleibt nur noch die nette Nachbarin von Gegenüber. Sie holt ihr Startkabel und wir Technikfreaks fragen uns beide was wir, wo, wie anschließen. Wir klemmen die Kabel an die Batterien und welch Glück, nach einer gefühlten Ewigkeit sprang mein Auto wieder an. Ich starte den Motor und bedanke mich herzlich bei meiner Nachbarin.

Ich war happy, doch meine Helferin leider weniger. Wie sich später herausstellte, haben wir einen fatalen Fehler begangen. Die Kabel waren falsch angeschlossen. Zwar war meine Batterie wieder schön voll geladen, aber ich habe die Batterie meiner Nachbarin förmlich leer gesaugt. Jetzt sprang ihr Auto nicht mehr an. Sie erzählte es mir am nächsten Tag. Ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen und kaufte am nächsten Tag gleich zwei Ersatzbatterien, eine für mich und eine für meine Nachbarin. (von Nicola)

Nach dem Urlaub

Wir haben uns im Frühjahr einen tollen Urlaub in London gegönnt. Abgesehen davon, dass ich sehr traurig war, wieder nach Hause zu “müssen”, erwartete uns am Flughafen eine “nette” Überraschung… einer der Reifen unseres Autos war platt. Zum Glück konnten wir den schnell wechseln und machten uns dann auf den Weg nach Hause, die Wäscheberge bezwingen. Leider hat meine Waschmaschine nun ausgerechnet an dem Tag den Geist aufgegeben – sie hat einfach kein Wasser mehr gezogen. Also ist mein Freund zu sich nach Hause gefahren – da hatten wir noch zwei Wohnungen. Er hat eine Wäsche angeworfen und wollte kurz zu seinen Dart-Kollegen – es war eigentlich Trainingstag. Als er nach Hause kam stand die halbe Wohnung unter Wasser. Aber nicht, dass Ihr denkt, dass SEINE Waschmaschine ausgelaufen ist.

Nein… bei dem Mieter über ihm ist der Waschmaschinenschlauch abgeplatzt und keiner hat es gemerkt. Ende vom Lied… ich bin spätabends noch zu meinem Freund geflitzt, hab beim Aufwischen geholfen und mir dabei noch die Schulter ausgerenkt. Letztendlich war seine Wohnung wochenlang unbewohnbar, nachdem die Trockengeräte rund um die Uhr liefen und die Nachbarn schon total genervt waren, musste die Küche musste komplett renoviert werden, die Türen inklusive Türzargen wurden in Küche und Wohnzimmer ausgetauscht und das Bad musste auch neu tapeziert werden… Aus einem tollen Urlaub nach Hause kommen stelle ich mir anders vor. ;) Aber immerhin sind wir gesund! Und das ist ja das Wichtigste. (von T. Sprenger)

Schaumbad

Also, mein gscheiter Mann :-) meinte es gut, als er das Bad saubermachte und dachte meinen schönen Stein Seifenspender mit in die Spülmaschine zu tun !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
mehr brauch ich ja eingeltich nicht zu schreiben, :-) wir saßen am Sofa, als plötzlich die Kids in der Küche redeten, d, das ist ja wie in unserer Badewanne !! wir dachten uns nix erst dabei, bis wir den Schaum, durch die Glastür durchdringen sahen !!! AHHHHHHH…
gut es war nicht das ganze Zimmer, aber einige Eimer Schaum hatten wir rausgetragen, sowie bestimmt “ZIG” Schöpflöffel von der Maschine ins Spülbecken rein !!!!!
Das passiert IHM keine 2. MAL mehr :-) (von S. Dörr)

Der Unfall

Manchmal ist man abends so richtig fix und fertig und will nach der Arbeit nur noch nach Hause, auf’s Sofa, die Füße hochlegen und abschalten. An so einem Abend trug es sich zu, dass ich meinen gewohnten Weg nach Hause mit dem Auto fuhr. An einer recht scharfen Linkskurve ahnte ich nichts Böses und bog wie gewohnt ab, als ich plötzlich sah, dass sich ein anderes Auto seitlich auf mich zu bewegte und ehe ich mich versah, knallte es auch schon: Das andere Auto hatte mir die Vorfahrt genommen. Erschrocken stieg ich aus, um den Schaden zu begutachten und die Unfallverursacherin tat dies auch: es war eine ca. 80 Jahre alte Dame, die mir völlig aufgelöst erklärte, sie habe mich nicht gesehen und wolle doch nur schnell zu ihrem Sohn ins Krankenhaus. Die Arme war viel erschrockener als ich und rang nach Worten. Gemeinsam verständigten wir zunächst die Polizei, dann bewegten wir unsere Autos an den Straßenrand und als ich sie ein wenig beruhigt hatte, erzählte sie mir einiges aus ihrem Leben, dass ihr Sohn sehr krank sei und schon seit Tagen im Krankenhaus liege und sie in Gedanken nur bei ihm sei. Ihre Geschichte rührte mich sehr und die Unterhaltung mit ihr machte mir klar, dass es wichtigere Dinge gibt, als abends nach der Arbeit schnell nach Hause zu kommen und dass kleine Pannen im Leben dazu gehören und angesichts der Schicksale anderer Menschen nur Kleinigkeiten sind, die leicht zu verzeihen sind!
Den Blechschaden übernahm die Versicherung der alten Dame und der Unfall war schnell vergessen, nicht aber die Lehre, die ich aus dieser Unterhaltung für mich gezogen habe. (von Leni)

Die Schwiegermutter

Ich kannte meine Freundin gerade ein paar Wochen. Wir waren jung und verliebt und ich war wie immer unbeleckt was Autos angeht. Also fuhr ich damals mit meiner Freundin,ihrer Mutter und meinem Jack Russel in meinem alten 5er BMW von Magdeburg nach Braunschweig zum IKEA. Eigentlich lief alles glatt, meine Schwiegermutter war freundlicher als gedacht und ich nahm mich höfflich zurück vor allem in meinem Fahrstil, der sonst rasantere Züge zeigte. Das erste Problem war wieder der Möbelkauf und das eine Tischplatte nicht wirklich passte, nach etwas hin und her und auspacken und einpacken konnte ich eine Möglichkeit finden alles in das Auto zu packen. Kaum auf der Autobahn zeigte Paul, mein Jack Russel ganz deutlich das er mal dringend müsste. Also bin ich die nächste Abfahrt runter und in die nächste Waldeinfahrt um mit dem Hund Gassi zu gehen.

Im Wald hatte der Hund natürlich nichts besseres zu tun als das “Verdaute” zu essen das ein Spaziergänge wohl zurückgelassen haben muss. Gott Sei Dank hat er sich nicht noch drin gewälzt. Als dann noch das Auto nicht mehr ansprang, dachte ich kann es nicht mehr schlimmer kommen. Aber es konnte. Denn was ich beim ersten einparken nicht wirklich für voll nahm war das in der gleichen Einfahrt ein spärlich beleuchteter Wohnwagen stand. Aus dem jetzt eine ziemlich aufgebrachte Frau kam und wild mit ihrer Taschenlampe fuchtelte.

Ich versuchte ihr die Lage zu erklären, aber irgendwie wurde sie immer wütender. Und während meine Freundin und ihre Mutter mit dem nach Kacke stinkenden Hund sich nicht aus dem Auto traute, versuchte ich mit etwas ungeschickten Handgriffen das Auto zum starten zu bringen. Wie gesagt, ich habe wenig bis gar keine Ahnung und verbrannte mir prompt die Hand als ich den Kühlwasserstand am Kühler testen wollte. Die Dame schrie immer lauter und irgendwas mit “Freier” und sie rufe jetzt ihren “Mann” und ich würde ihr das Geschäft versauen. Gut das ich Mitglied in einem Autoclub war. Mittlerweile war es kurz nach 8 und die Dame an der Hotline versprach mir das innerhalb einer dreiviertel Stunde ein gelber Engel käme.

Dem war auch so, aber mit dem stinkenden Hund im Nacken, 2 genervten Frauen im Auto und einer noch wütendenderen Frau vor dem Auto kamen mir diese 45 Minuten vor wie 3 Tage. Ich glaube ich bin noch nie so schnell gealtert wie in diesem Moment. Wer denkt es ginge jetzt bergauf, der hatte nicht mit der Hilflosigkeit des KfZ Manns gerechnet. Wasserpumpe defekt. Auto abschleppen aber nur bis zur nächsten Werkstatt. Dort warten und bangen. Es war nichts zu machen, ein Mietwagen organisiert und kurz nach 2 mit 180 km/h über die Bahn Richtung Heimat geflogen. Gut das eine Tischplatte das Sichtfeld meiner Schwiegermutter einschränkte und sie nicht auf den Tacho schauen konnte. Bange Fragen wegen der Geschwindigkeit wurden von mir und Freundin immer mit “Ach iwo, fahren gerade 130 kmh, kommt dir bestimmt nur schneller vor weil es ein anderes Auto ist!”. 3 Tage später durfte ich dann wieder in Richtung BS und meinen alten BMW abholen. 300€ all. inklusive. Dann hat er noch ein halbes Jahr gemacht bevor ihn ein Mercedes von der Strasse stieß. Aber egal, denn was jetzt noch kommt kann mich nicht mehr schocken, nichts kann den entsetzten Blick meiner Schwiegermutter toppen als sie die wütenden Prostituierte sah. (von  Sebastian)

 

Mehr

Drei Amazon-Gutscheine waren ursprünglich als Preise ausgelobt. Aufgrund der guten Resonanz haben wir uns entschieden, für acht weitere Beiträge jeweils einen Gutschein für eine „Trost-Schokolade“ zum Selbstgestalten zu verlosen. Herzlichen Dank für die vielen interessanten Geschichten!

Wer mehr lesen mag, findet hier alle Geschichten unserer Blogleser in den Kommentaren.

Tags:
Melanie Klagmann

MELANIE KLAGMANN


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