Kostenfalle für Minderjährige

Handy, Klingelton und Internet: Unachtsame Kinder können hohe Kosten verursachen

Falsche Handynutzung kann teuer werden

23. Februar 2012

Einmal kurz den falschen Knopf gedrückt und schon ist ein Klingelton-Abo abgeschlossen – für ein ganzes Jahr. Kinder und Jugendliche sind heute meist ziemlich fit mit Medien wie Fernsehen, Handy und Computer. Dennoch tappen auch sie manchmal in die Kostenfalle.

Es gibt bereits viele Möglichkeiten, die eigenen Kinder vor Kostenfallen zu schützen. Allerdings setzt das immer voraus, dass Eltern wissen, was ihre Kinder machen, auf welchen Internetseiten sie sich bewegen und wie sie mit dem Handy umgehen. Dabei geht es nicht darum, die eigenen Kinder auszuspionieren, sondern ihnen Gefahren aufzuzeigen.

Handy-Anfänger schützen

Gerade unerfahrene und junge Handynutzer, die den Zusammenhang von Telefonat und Kosten noch nicht richtig abschätzen können, sollten grundsätzlich ein Handy mit Prepaid-Karte nutzen. Diese funktioniert wie früher die Telefonkarte für Telefonzellen: Ist das Guthaben von einer Karte aufgebraucht, kann nicht mehr telefoniert werden.

Das ist aber noch nicht alles: Sogenannte Klingelton-Abos können monatliche Kosten anhäufen, obwohl die Karte leer ist. Erstnutzer sollten langsam ans Handy oder Smartphone herangeführt werden. Manche Anbieter können für die Anfangszeit zum Beispiel den Internetzugang des Handys sperren oder die Anwahl bestimmter kostenpflichtiger Hotlines. Später können Eltern mit den Jugendlichen gemeinsam die ersten Schritte mit dem Handy im Internet gehen, Apps installieren und ihnen aufzeigen, was sich hinter Abos verbirgt.

Falsche Handynutzung kann teuer werden

Vor unseriösen Angeboten warnen

Wichtig ist es, auch für Werbung zu sensibilisieren und den Kindern aufzuzeigen, wie die Anbieter von Chats, Spielen, Logo- und Klingelton-Downloads profitieren. Zeigen Sie möglichst deutlich, was ein Lockvogelangebot ist und dass bei unseriösen Angeboten hinter dem vermeintlichen neuen Chat-Freund ein Erwachsener steckt, der sein Geld damit verdient, mit den Kids zu chatten. Kinder sollten unbedingt dazu ermutigt werden, den Eltern sofort Bescheid zu geben, wenn sie glauben, dass sie etwas falsch gemacht haben. Möglicherweise kann das viel Geld kosten. Je früher man reagiert, desto besser.

Auch ältere Jugendliche brauchen Unterstützung

Die eigenen Fehler zuzugeben, fällt vielen Kindern aber schwer. Wichtig ist, dass sie erkennen, dass sie etwas falsch gemacht haben und auch dazu stehen. Sie sollten lernen, dass sich hohe Kosten, die sie vielleicht durch Unachtsamkeit verursacht haben, nicht einfach wieder in Luft auflösen. Man muss sich darum kümmern, sonst dreht sich die Spirale aus unbezahlten Rechnungen und Mahnungen immer weiter und dann bekommt man richtige Geldprobleme.

Bei den 18- und 19-Jährigen hat die Zahl der Überschuldeten laut dem Schuldneratlas 2011 der Wirtschaftsauskunft Creditreform von 2010 zu 2011 um 23 Prozent zugenommen. Je besser die nachfolgende Generation Kostenfallen erkennen kann, desto eher kann sie Schulden vermeiden.

In meinem ersten Semester an der Uni hatte ich an einem Stand in der Stuttgarter Innenstadt etwas unterschrieben. Erst später wurde mir klar, dass ich nun für ein Jahr Abonnentin einer Zeitschrift war, die mich eigentlich gar nicht so sehr interessierte. Um digitale Abo-Fallen bin ich zum Glück immer herum gekommen. Ist Ihnen so etwas auch passiert? Wie schützen Sie Ihre Kinder vor Kostenfallen im Internet?

Weiterführende Links:

www.creditreform.de

www.schau-hin.info

 

Melanie Klagmann

MELANIE KLAGMANN


2 Kommentare

Awesome post.

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CHASTITY MINNIEAR

18. Mai 2012

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